„Narri Narro“: Hennenschlittern eröffnen die Fasnet

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Abschied vom Prinzenpaar Joana Amrein und Axel Rosenberger: Narrenvater I Wolfgang Haas, Narrenvater II Rüdiger Dube und der ges
Abschied vom Prinzenpaar Joana Amrein und Axel Rosenberger: Narrenvater I Wolfgang Haas, Narrenvater II Rüdiger Dube und der gesamte Elferrat verabschiedeten sich mit Rosen und Schnäpsle. (Foto: hke)
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Wie die letzte Fasnet endete, hat die neue begonnen: Mit „Narri Narro“ und „Mäschkerle, mei Mäschkerle“ schunkelnd beim Nachbarn untergehakt, eröffneten die Narren am Montag im Gasthaus „Krone“ pünktlich um 11.11 Uhr die neue Saison.

„Es goht wieder degege“ rief Narrenvater Wolfgang Haas im gut gefüllten Lokal den Fasnetsfreunden zu, und alle klatschten Beifall. Auch Ehrennarrenvater Herrmann Langenstein und zahlreiche Ehrenmitglieder sowie Bürgermeister Johannes Henne und Bürgermeister a.D. Jürgen Beisswenger waren der Einladung gefolgt. Mit einer besonders großen Abordnung waren die „Hechtler“ aus Münsterlingen/Schweiz über den See angereist. Zum 60. Mal bei der Fasnetseröffnung dabei war Ehrenmitglied Bruni Brecht.

In seinem Rückblick ließ der Narrenvater den „straffen Narrenfahrplan“ der vergangenen Jubiläums-Fasnet Revue passieren. „170 Jahre Fasnet in Immenstaad“ mit den Wurzeln in der 1848er Revolution war mit mehreren Veranstaltungen gewürdigt worden.

Traditionell begonnen hatte auch das Festjahr an Dreikönig mit dem Einschnellen auf dem Schwörer-Platz. Das Prinzenpaar des Jubiläumsjahres stellte sich erstmals der Öffentlichkeit vor: Prinzessin Joana I. und Prinz Axel I.. Neben Terminen in der Region trieb die Narrengesellschaft aber die Jubiläumsveranstaltungen im Ort um. Mit Erfolg gab es anlässlich des Jubiläums erstmals einen Jugendball, der deshalb 2020 eine Neuauflage bekommt. „Ein gelungener Auftakt“ sei der Jubiläumsempfang am 15. Februar gewesen, so Haas. Der Narrenvater dankte Bärbel Härle-Schultheiss für die aufwendige Fotoausstellung im Rathaus zum 170-jährigen Jubiläum. „25 Jahre Knecht und Mägd“ seien gebührend gefeiert worden, so der Narrenvater, ebenso „70 Jahre Hexen“ mit Feuershow und DJ in der Linzgauhalle. Trotz Terminkollision mit anderen Fasnetsveranstaltungen in der Region konnte ein beeindruckender Festumzug am 23. Januar bejubelt werden.

Der große Tag des Prinzenpaars war seine Hochzeit traditionsgemäß am Schmotzige Dunschdig, wo auch das historische Fasnetsspiel über den Fasnetsgründer Johann Baptist Einhart noch einmal viel Beifall erntete. „Mehr Lampions und Hemdglonker“ wünschte sich Haas für den abendlichen Hemdglonker-Umzug. Pfarrer Matthias Schneider habe beim Narren-Gottesdienst am Fasnetssonntag wieder sein Bestes gegeben, so Haas.

Mit Narrenbaum-Fällen, Preiskarbatschen und Ausklang am Feuer am Fasnetsdienstagabend hatte auch die Jubiläums-Fasnet ein Ende gefunden. Schriftführer Klaus Burkhard gab die Termine für die kommende Saison bekannt. Insgesamt beobachte er einen Rückgang an Einladungen und führte das auf den hohen Aufwand zurück, der mittlerweile für große Veranstaltungen für die Ehrenamtlichen und Vereine notwendig sei. Mit vielen Umarmungen, Rosen und Schnäpsle verabschiedete der Elferrat das Prinzenpaar Joana Amrein und Axel Rosenberger.

Bürgermeister Johannes Henne bedankte sich bei Narrenverein und Prinzenpaar mit „Lob, Respekt und Anerkennung“ für das aufwendige Jahr. Er freue sich mit seiner Familie bereits auf die neue Saison. Das Hennen-Häs sei bereits abgeholt.

Ober-Hechtler Richard Entenmann berichtete, dass das Fasnets-jubiläum sogar den „Hechtlern“ in der Schweiz Auftrieb und neue Mitglieder gebracht. Manche Senioren hätten so zum ersten Mal in ihrem Leben an einem Fasnetsumzug teilgenommen.

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