Mit zwei Spargelzeilen fing alles an

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Frischen Spargel gibt es auf dem Ferienhof Raither in Kippenhausen, Richtung Frenkenbach, Neusatz 1, im Hofverkauf: Montag bis Samstag von 10 bis 12.30 Uhr und von 16 bis 18.30Uhr. An Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12.30 Uhr oder nach Vereinbarung. Telefon: 07545 /33 96

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„Frischer Spargel“ ist das Alleinstellungsmerkmal für die Landwirtschaft auf dem Ferienhof von Familie Raither in Kippenhausen. Mehr muss deshalb auch nicht auf den Hinweisschildern stehen, wenn man den Weg dorthin sucht.

Spargel am Bodensee gibt es noch nicht allzu lange. Zu einem der wenigen Produzenten gehört auch Familie Raither zwischen Kippenhausen und Frenkenbach. 2000 haben sich Anneliese und Walter Raither an den Anbau gewagt. Grund dafür war Sohn Andreas, der bereits als Kind gerne Spargel mochte.

Zunächst wurden zwei Zeilen von Hand im privaten Garten angepflanzt und gepflegt, bis man sich langsam an den professionellen Anbau heranwagte. Andreas Raither hat inzwischen 2007 den elterlichen Betrieb als dritte Generation übernommen. Die Leidenschaft für den Spargel, auf dem Teller und im Betrieb, hält bis heute an.

„Mein Vater kommt aus den Erdbeeren. Das spezielle Wissen für den Spargelanbau hat er sich selbst erarbeitet, und ich konnte davon profitieren“, erklärt Andreas Raither. Nach der technischen Modernisierung des Betriebs bewirtschaftet der Nebenerwerbslandwirt inzwischen 1,5 Hektar Spargelfläche. Äpfel, Zwetschgen und Beeren gibt es auch noch. Das zweite Standbein des Betriebs sind die neuen Ferienwohnungen im Haus mit Traumblick über den See. Lebensgefährtin Alexandra Höpfer und die Eltern stehen ihm im Betrieb bei. Zu 50 Prozent arbeitet Raither nach wie vor bei ZF Friedrichshafen.

Unschlagbare Großmarktpreise

„Meine Spargelfläche ist angepasst an den Absatz ab Hof und für die örtliche Gastronomie.“ Mit dem Preis auf dem Großmarkt könne er als kleiner Betrieb selbstverständlich nicht mithalten, aber mit der Frische könne er gegenüber der Konkurrenz punkten. „Bei uns gibt es jeden Morgen und Abend frisch gestochenen, weißen und grünen Spargel, direkt vor der Haustür der Kunden. Frischer geht es nicht, und das ist entscheidend beim Spargel.“

Von seiner Fläche können pro Saison - die bis 24. Juni dauert - etwa fünf bis sechs Tonnen Rohware geerntet werden. Alle neun bis zehn Jahre müssen die Pflanzen eines Spargelfelds ausgetauscht werden.

Auch das muss jetzt, mitten in der Hochsaison, mit eingeplant und abgewickelt werden. Genau so lange, etwa zehn Jahre, halten immerhin auch die - oft kritisierten -Plastikfolien über den Spargelzeilen. Sie sorgen in dieser Zeit für das richtige, feuchte Klima und die Dunkelheit, die der Spargel braucht.

Beraten lässt sich der Kippenhauser nach wie vor. Dabei ist das Landwirtschaftsamt der nordbadischen Spargelmetropole Bruchsal sein Ansprechpartner.

„Es gibt immer wieder neue Sorten, sie kommen vor allem aus den Niederlanden. Da muss man immer wieder entscheiden, was zu den eigenen Betriebsbedingungen und Böden passt.“ Wie der Spargel zu behandeln ist, wird den Erzeugern genauso wie im Obstbau von den Behörden vorgeschrieben.

Und wie isst der Spargelliebhaber seinen Spargel am liebsten? „Weißen Spargel am liebsten gekocht, klassisch mit Schinken, Pfannkuchen, Hollandaise oder auch mal einem guten Stück Fleisch. Grünen Spargel mag ich allerdings am liebsten gebraten.“

Frischen Spargel gibt es auf dem Ferienhof Raither in Kippenhausen, Richtung Frenkenbach, Neusatz 1, im Hofverkauf: Montag bis Samstag von 10 bis 12.30 Uhr und von 16 bis 18.30Uhr. An Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12.30 Uhr oder nach Vereinbarung. Telefon: 07545 /33 96

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