Mit Schere und Spreizer

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 Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, die Geräte der Feuerwehr auszuprobieren.
Viele Besucher nutzen die Gelegenheit, die Geräte der Feuerwehr auszuprobieren. (Foto: Kirsten Lichtinger)
Kirsten Lichtinger

Ein attraktives und umfangreiches Programm für ihren Tag der offenen Tür hat die Feuerwehr Immenstaad am vergangenen Sonntag aufgestellt. Der neue Feuerwehrkommandant Martin Stett freute sich besonders über das neue Einsatzfahrzeug, den Gerätewagen Transport.

„Das heutige Einsatzspektrum der Feuerwehr hat sich gewandelt“, betonte er. Heute sei es wichtig, beispielsweise bei großen Unwettern, mehrere Einsatzstellen gleichzeitig abzuarbeiten. Das könnten umgestürzte Bäume auf Straßen, aber auch mit Wasser vollgelaufene Keller sein. „Dafür ist der neue Gerätewagen mit speziellen Rollcontainern hervorragend ausgerüstet. Diese sind entsprechend ihrem Einsatzzweck mit den richtigen Geräten und Materialien bestückt“, erklärte der Kommandant.

Den Segen erhielt der neue Wagen von Angelika Eckstein für die evangelische Kirche und von Pastoralreferent Alexander Ufer für die katholische Kirche. Außerdem feierte die Jugendfeuerwehr ihr 15-jähriges Jubiläum. Der Leiter der Jugendfeuerwehr, Magnus Fiedler, würdigte die Leistung des Feuerwehrnachwuchses in einem Gedicht, für das es viel Beifall gab. Zu den Höhepunkten gehörten nach seinen Worten das Zeltlager, das alle zwei Jahre stattfindet, und verschiedene Hüttenwochenenden.

Bürgermeister Johannes Henne gratulierte zum Jubiläum und würdigte „die hervorragende Nachwuchsarbeit der Feuerwehr“. Über ein ganz besonderes Fundstück, die erste Fahne der Immenstaader Feuerwehr, berichtete Feuerwehrkommandant a.D. Claus Mecking. Sie war nach den Wirren des Krieges auf einem Teppichbasar in Marokko gelandet und dort von einem Bonner Ehepaar gekauft worden. Nach vielen Gesprächen habe die handgestickte Fahne jetzt wieder den Weg nach Immenstaad gefunden. Die Besucher konnten das Prachtstück am Tag der offenen Tür an seinem neuen Platz im Feuerwehrhaus bewundern.

Ihr praktisches Können bewies die Feuerwehr-AG für Kinder der Klassen zwei und drei bei einer kleinen Schauübung. „Die Kinder lernen alles Mögliche rund um die Feuerwehr. Dazu gehören das Verhalten im Brandfall, die Aufgaben der Feuerwehr, eine Hydrantenrallye, Erste Hilfe und vieles mehr“, warb Martin Stett für die AG. Anschließend simulierte die Jugendfeuerwehr einen Löschangriff auf ein brennendes Haus.

Die Besucher konnten mit einer Feuerwehrmontur auch ausprobieren, wie mit Schere und Spreizer ein Fahrzeug auseinandergenommen werden kann, beispielsweise bei der Bergung von Verletzten bei Verkehrsunfällen. Eine Rundfahrt mit dem Löschfahrzeug für Kinder, eine Feuerwehrhüpfburg und eine Bobbycar-Strecke rundeten das Angebot für die kleinen Gäste perfekt ab.

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