Lädine wird zum Forschungsschiff

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Mal Kaper-, mal Forschungsschiff: Die „Lädine“ hat ein neues Angebot für wissbegierige Kinder.
Mal Kaper-, mal Forschungsschiff: Die „Lädine“ hat ein neues Angebot für wissbegierige Kinder. (Foto: Keller)
Heidi Keller

Voller Erfolg für die Premiere des „Forscherschiffs“ auf der Lädine: Ausgebucht schon einige Tage vorher gingen am Donnerstag begeisterte Kinder und Eltern von Bord. Ab sofort läuft auch das beliebte „Piratenschiff“ wieder aus.

34 Gäste waren bei der ersten Fahrt des „Forscherschiffs“ dabei, in der Überzahl im Grundschulalter. Manche Erwachsene hatten gleich mehrere Kinder im Schlepptau.

Isabel Heinz und Nicola von der Nüll, erfahrene Mitarbeiterinnen der Touristinformation Immenstaad, haben die Idee und das neue Konzept für ein Forscherschiff für Kinder bis zwölf Jahre entwickelt.

Die in den vergangenen Jahren mehrfach als familienfreundlich ausgezeichnete Seegemeinde ist seither Teil der Kooperation der Familienfreundlichen Ferienorte Baden-Württembergs. „Dort gibt man sich ein Drei-Jahres-Motto und das lautet zur Zeit ‚Forscher und Entdecker‘“, erläutert die Leiterin der Touristinformation, Ute Stegmann. Für dessen Umsetzung und um das bereits erfolgreiche Konzept der Piratenschiffe auf der Lädine zu erweitern, habe man sich gemeinsam für das neue Projekt „Forscherschiff“ entschieden.

Die Piratenfahrten werden seit fünf Jahren angeboten, in der Ferienzeit wegen der großen Nachfrage inzwischen vier Mal pro Woche – und sie sind ausgebucht. Bei der Bodensee-Erlebniskarte sind diese Lädinenfahrten sogar inklusive. Buchen kann man bei der Touristinformation, aber auch über das Online-Portal Reservix.

„Wir wissen, dass es Tagesausflügler gibt, die dafür bis zu 150 Kilometer anreisen“, so Stegmann. Ein Personalpool von eingearbeiteten „Piraten“ steht dafür zur Verfügung. „Das ist nicht jedermanns Sache im Kostüm auf dem Schiff den Animateur zu geben“, weiß die Leiterin der Touristinformation.

Physik im See

Die achtjährige Melina, Urlauberin aus Nordrhein-Westfalen, war nun eine der ersten Gäste auf der Jungfernfahrt des neuen „Forscherschiffes“ und kann anschließend gar nicht so schnell erzählen wie sie begeistert ist. „Wir haben das große Segel hochgezogen und Wasser aus dem See geschöpft und ein Papiertaschentuch im Becher unter Wasser getunkt und es ist nicht nass geworden.“ Ihre Schwester Viviane, 14 Jahre, kannte die physikalischen Experimente schon aus der Schule, „aber es war trotzdem spaßig mit Professor Dr. Dr. Immo und seinem Assistenten Schlaubi Schlauberger.“ Unter deren Perücken steckten übrigens Isabel Heinz und Nicola von der Nüll, die Erfinderinnen des Forscherschiffs persönlich. Auch die Mutter der beiden Kinder lobt das neue Angebot. „Ein super Preis-Leistungs-Verhältnis und die beiden Betreuerinnen waren hochmotiviert.“

Am 18. August läuft das Forscher-Schiff zur zweiten Testfahrt aus, das letzte Mal für dieses Jahr. „Wir wollen dann die Ergebnisse auswerten und entscheiden, in welcher Form wir das ab 2017 anbieten werden“, erklärt Ute Stegmann.

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