Künstlerische Aquarelle voller Atmosphäre

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Ein Stillleben von Urquía Alker im Haus Montfort in Immenstaad-Kippenhausen (Ausschnitt).
Ein Stillleben von Urquía Alker im Haus Montfort in Immenstaad-Kippenhausen (Ausschnitt). (Foto: Helmut Voith)
Schwäbische Zeitung
Helmut Voith

Die am Freitag im Haus Montfort in Kippenhausen eröffnete Ausstellung ist bis 30. Juni zu sehen. Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 14 und von 17 bis 22 Uhr. Während der Ausstellung bietet Urquía Alker im Gasthaus Montfort Malkurse an. Infos unter

www.urquias-aquarelle.de

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Unter dem Titel „Freude – Farbe – Form“ zeigt Urquía Alker in der Montfort-Galerie in Immenstaad-Kippenhausen Bilder, die diesem Motto genau entsprechen. Dazu die Künstlerin: „Die Freude am Malen ist für mich die wichtigste Voraussetzung, um ein Bild gestalten zu können.“ Man spürt, dass hier mit Freude gemalt wurde und zugleich mit dem entsprechenden technischen Können.

Mit dem Wissen um die Wirkung der Farben sind sie so gewählt, dass sie genau zum jeweiligen Sujet passen. Zart und leicht sind sie, wenn es sich um Blumenstillleben handelt. Hier überfordert sie den Besucher nicht in dieser Zeit, in der draußen so viele Bäume blühen, dass die Blumen erst hinterher wieder in den Fokus geraten.

Bleibt die Form, die wiederum dem Thema folgt. Auf den Stillleben hat die Künstlerin Flaschen, Vasen, einige Schalen wie zufällig arrangiert. Es wirkt, als könne und dürfe es gar nicht anders sein. Die zart aquarellierten oder in Acryl gemalten Flaschen strahlen eine innere Schönheit aus. Duftig und doch sehr plastisch stehen sie nebeneinander, milchig statt transparent. Man merkt, wie die raffinierte Lichtführung sie lebendig werden lässt. Einige Schatten sind mehr angedeutet als fertig ausgeführt, das geschieht im Kopf des Betrachters. Die Plastizität der einzelnen Gegenstände, die verlaufende Wand dahinter, das fesselt.

Forscht man in der Vita der Künstlerin, findet man, dass sie ausgebildete Architektin ist, das erklärt einiges. Ehe sie ihren Mann kennen lernte und ihm nach Deutschland folgte, hatte sie in ihrer Heimat Venezuela Architektur studiert. Für die venezolanische Regierung arbeitete sie im Bereich der Stadtplanung, war später auch als Innenarchitektin und Möbeldesignerin tätig und lehrte zugleich an einer Berufsakademie Farbe und Gestaltung. Künstlerisch setzte sie sich damals mit dem Aquarell, aber auch mit Zeichnung und Plastik auseinander. So war es Alker, die seit 1996 in Immenstaad lebt, auch in der neuen Heimat Bedürfnis und Freude zugleich, sich künstlerisch auszudrücken.

Fast immer ohne Menschen

Neben Blumenarrangements und Stillleben zeigt sie einige Stadtbilder, fast immer ohne Menschen. Stimmungen spätabends in kräftigen Farben, New York bei Nacht, der Inbegriff für Urbanität in einer Form, die sich bereits überlebt hat.

Urquía Alker sucht, experimentiert und bleibt ihrem Stil doch treu, wie der Blick in die Besprechung ihrer ersten Einzelausstellung von 2003 deutlich macht. Sie liebt das Aquarellieren, das Malen mit Acryl und Aquarell. Es ist und bleibt spannend für sie und für die Betrachter.

Die am Freitag im Haus Montfort in Kippenhausen eröffnete Ausstellung ist bis 30. Juni zu sehen. Geöffnet von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 14 und von 17 bis 22 Uhr. Während der Ausstellung bietet Urquía Alker im Gasthaus Montfort Malkurse an. Infos unter

www.urquias-aquarelle.de

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