Jugend könnte sich im Bürgerhaus treffen

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 Im Bürgerhaus könnte der neue Jugendtreff stattfinden.
Im Bürgerhaus könnte der neue Jugendtreff stattfinden. (Foto: Lichtinger)
Kirsten Lichtinger

Weitere Informationen zur Onlin-Umfrage gibt es unter

www.immenstaad.de

Bei der Jugendarbeit zeigte der Immenstaader Gemeinderat in seiner Sitzung am Montag Geschlossenheit und votierte einstimmig dafür, wieder einen Jugendtreff in der Gemeinde anzubieten. Außerdem beauftragte er die Verwaltung, zwei Stellen für Jugendbetreuer auf 450 Euro-Basis auszuschreiben.

„Mir ist wichtig, dass die Themen Verantwortung und Beteiligung bei den Jugendlichen eingefordert werden“, erklärte Bürgermeister Johannes Henne. Außerdem habe die Jugendarbeit in seinem Wahlkampf eine wichtige Rolle gespielt. Hauptamtsleiter Michael Haase präsentierte dem Gremium kein fertiges Konzept. Dieses solle zunächst von den Betreuungskräften in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen selbst erstellt werden. Dafür gebe es im November eine Kick-Off-Veranstaltung.

Drei Räume frei

Der Jugendtreff ist als offener Ort geplant, der Raum lässt für Begegnungen, aber auch zum Spielen, Diskutieren, Lesen, Musikhören, Tanzen, Kochen und Essen, Hausaufgaben erledigen und zum Informieren einlädt. Die jungen Leute können das Programm aktiv mitgestalten. Außerdem ist ein regelmäßiger Austausch zwischen den Jugendlichen, den Betreuern und den örtlichen Vereinen vorgesehen, um gemeinsame Aktivitäten zu fördern und sich gegenseitig zu unterstützen. Ebenso sollen regelmäßige Treffen zwischen Bürgermeister, Gemeinderat und Verwaltung stattfinden, damit sich die Jugendlichen mit eigenen Ideen zu aktuellen Themen in der Gemeinde einbringen können.

Um den tatsächlichen Bedarf zu klären, hat die Verwaltung eine Online-Umfrage geplant, die ab 14. September für zwei Wochen zur Verfügung steht. Dafür werde Werbung im Amtsblatt, aber auch in den sozialen Medien wie Facebook und Instagram gemacht, wie Gemeinderätin Ruth Dickreiter (FWI) auf Nachfrage erfuhr. Für den Jugendtreff gebe es im Bürgerhaus drei Räume, die frei zur Verfügung stünden, erläuterte Michael Haase . Das biete den Vorteil, zeitgleich für verschiedenen Alters- oder Interessengruppen differenzierte Angebote machen zu können. Außerdem könnten die Jugendlichen die Räume selbst einrichten. Alternativ würde der Jugendraum im evangelischen Gemeindehaus in Frage kommen, der allerdings nur einen Raum biete. Die Kosten für die Nutzung müssten noch geklärt werden.

Die Räume sowie die Küche im Bürgerhaus müssten nach mehrjähriger Wohnnutzung allerdings renoviert werden. „Die Umbaukosten sind aber überschaubar“, wie Michael Haase erklärte. Gemeinderätin Helga Bauer (FWI) interessierte sich für die Qualifikation der Betreuungskräfte. „Wir orientieren uns an der Stellenausschreibung der früheren Mitarbeiter und wünschen uns eine pädagogische Ausrichtung“, erwiderte der Hauptamtsleiter. Von 2003 bis 2011 gab es bereits einen Jugendtreff in Immenstaad, der ebenfalls im Bürgerhaus angesiedelt war. Die Eröffnung des neuen Jugendtreffs ist noch für diesen Herbst/Winter geplant.

Weitere Informationen zur Onlin-Umfrage gibt es unter

www.immenstaad.de

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