Immenstaad und Kressbronn sagen Weihnachtsmärkte nun auch ab

 Auch die Märkte in Kressbronn und Immenstaad sind abgesagt.
Auch die Märkte in Kressbronn und Immenstaad sind abgesagt. (Foto: Christoph Schmidt/dpa)
Schwäbische Zeitung
Crossmediale Redakteurin

Weitere Absagen von Weihnachtsmärkten am See trudeln ein. Nach Lindau, Tettnang, Friedrichshafen und Überlingen ziehen nun auch Immenstaad und Kressbronn aufgrund der aktuellen Corona-Lage die Notbremse und lassen die geplanten Märkte ausfallen.

Die sich zuspitzende Lage in den Krankenhäusern habe letztendlich dazu geführt, den Weihnachtsmarkt nach reiflicher Überlegung abzusagen, teilt die Gemeinde Immenstaad mit. Auch hätten schon Standbesitzer ihre Teilnahme abgesagt.

Insgesamt wäre mit einem erhöhten Aufwand für Aufbau, Kontrollen und die Einhaltung von Corona-Maßgaben an den Ständen zu rechnen gewesen. „Da wir aber auch nicht sicher sagen können, wie sich die epidemische Lage weiter entwickelt und mit welchen Regelungen vonseiten Land und Bund noch zu rechnen ist, wollen wir schon jetzt mit der Absage Planungssicherheit für alle Beteiligten geben“, wird Bürgermeister Johannes Henne zitiert.

Die Gemeinde appelliere nochmals an alle Bürgerinnen und Bürger, sich impfen zu lassen. Es bestehe noch die Hoffnung, „eine Corona-konforme Fasnet und andere Veranstaltungen im Frühjahr durchführen zu können, wenn wir jetzt nochmals die Zähne zusammenbeißen“, so Henne.

Hoher organisatorischer Aufwand für Kommunen

Die Politik betone zwar, dass es keinen weiteren Lockdown geben wird, de facto seien aber die Regeln so verschärft, dass man als Kommune nur unter höchstem organisatorischem Aufwand Veranstaltungen – wie einen Weihnachtsmarkt – durchführen könne, schreibt Kressbronns Bürgermeister Daniel Enzensperger in einem offenen Brief an alle Bürgerinnen und Bürger.

Gerne hätte die Gemeinde den Weihnachtsmarkt in diesem Jahr durchgeführt und auch dafür gesorgt, dass er so sicher wie möglich ist, heißt es weiter. Auch den organisatorischen Aufwand hätte Kressbronn nicht gescheut. „Trotzdem sehe ich mich gezwungen, den diesjährigen Weihnachtsmarkt abzusagen, auch wenn ich persönlich der Meinung bin, dass ein Miteinander im Freien den Menschen unserer Gemeinde gut getan hätte“, so Enzensperger.

Verunsicherung sei nachvollziehbar

Aufgrund der verschärften Regeln hätten jedoch einige Standbetreiber abgesagt. Eine letzte Sicherheit, dass sich auf dem Weihnachtsmarkt niemand anstecken würde, könne leider niemand geben. Dass teilweise Verunsicherung bestehe, verstehe er gut, schreibt Enzensperger: „Ich bitte Sie daher, sich nach Möglichkeit zu schützen und Impfangebote anzunehmen.“

Er hoffe, so der Bürgermeister, dass sich die Lage bald beruhige und im nächsten Jahr eine Chance auf normale und unbeschwerte Zeiten bestehe.

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