Immenstaad feiert mit Streetfood und Saatgut

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 Ein Streetfoodmarkt soll im kommenden Jahr beim Jubiläumswochenende in Immenstaad stattfinden.
Ein Streetfoodmarkt soll im kommenden Jahr beim Jubiläumswochenende in Immenstaad stattfinden. (Foto: Brigitte Walters)

Die Gemeinde Immenstaad feiert im kommenden Jahr ihr 925-jähriges Jubiläum. Aufgrund von klammen Kassen soll der finanzielle Aufwand aber im Rahmen bleiben. Die Verwaltung bindet verstärkt die Vereine ins Programm mit ein. Kern der Feierlichkeiten ist ein Jubiläumswochenende vom 28. bis 30. Juni 2019. Auch ein Bildband über die Gemeinde soll im kommenden Jahr entstehen.

„Wir wollen in einem finanziell überschaubaren Rahmen feiern“, sagte Bürgermeister Johannes Henne in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Das Jubiläumsprogramm soll laut Verwaltung Aktionen von Vereinen sowie privaten Gruppierungen aus Kunst und Kultur und der Bürgerschaft mitgestaltet werden. Die Bürger sollen also miteingebunden werden. „Wir feiern unser Immenstaad!“ soll das Motto werden.

Das komplette Jahresprogramm soll beim Neujahrsempfang in Form eines Jubiläumskalenders veröffentlicht werden. Der Abend im Januar steht unter dem Leitspruch „Blick nach vorn“ und ist als Startpunkt für das Jubiläumsprogramm gedacht. Beim Neujahrsempfang soll auch das speziell für das Jubiläum entwickelte Logo präsentiert werden. Ruth Höft, die stellvertretende Leiterin der Immenstaader Tourist-Information, stellte den vorläufigen Jubiläumskalender im Gemeinderat vor. „25 Jahre Immenstaad – das gilt es zu feiern“, sagte sie. Die große Party soll vor allem am Wochenende vom 28. bis zum 30. Juni 2019 steigen. Samstags und sonntags soll es einen großen Streetfoodmarkt im Dorf geben, der von einer externen Agentur organisiert wird. Am Samstagabend soll eine Band auf dem Rathausplatz spielen, Straßenkünstler und Musiker sind im Dorf unterwegs. Bereits am Freitagabend ist ein Film-open-air mit dem Klassiker „Die Fischerin vom Bodensee“ geplant.

Über das Jahr verteilt finden im Rathaus und in der Montfortgalerie verschiedene Ausstellungen zum Jubiläumsjahr statt. Eine Wein-Sonderedition soll ein eigenes Etikett bekommen. Es gibt außerdem ein spezielles Blumen-Saatgut, das an alle Haushalte verteilt werden soll. „Wir wollen Immenstaad zum Blühen bringen“, sagte Höft. Ein Mal- und Fotowettberwerb wird durchgeführt, einige Bilder sollen im Rahmen einer Ausstellung im Rathaus gezeigt und in einem Kalender für 2020 veröffentlicht werden. Für einen Bildband wurde ein Fotograf engagiert, der während des ganzen Jahres mit der Kamera in Immenstaad unterwegs ist.

Dazu kommt, dass einige Vereine und Veranstaltungen in Immenstaad im kommenden Jahr ohnehin ein Jubiläum feiern, die entsprechenden Veranstaltungen sollen in das 925-Jahre-Jubiläumsprogramm miteingebunden werden. Dazu zählt etwa das 170-jährige Bestehen der Narrengesellschaft Hennenschlitter, die Jubiläen 50 Jahre Gartenfest und 100 Jahre TuS Immenstaad oder der 20. Apfelhock. Auf der Liste stehen außerdem ein Mittelaltermarkt, ein historischer Ortsrundgang, Kulturveranstaltungen im Winzerkeller, das Fest am Steg vom Heimatverein und der Weihnachtsmarkt.

Laut Verwaltung ist die Planung noch nicht abgeschlossen, Anregungen können noch aufgenommen werden. Im Gemeinderat wurde vereinzelt Kritik laut, dass der Beitrag der Gemeinde zum Jubiläum zu klein sei und man sich nur an die Vereine dranhänge. „Es ist wenig, was die Gemeinde selbst macht“, sagte etwa Helga Bauer (FWI). Bürgermeister Johannes Henne entgegnete, man wolle nicht als Konkurrenz zu den Vereinsveranstaltungen auftreten, sondern die Vereine mit ins Boot holen. Der Gemeinderat hat am Ende einstimmig beschlossen, 45 000 Euro für das Jubiläum auszugeben und die Verwaltung mit der Umsetzung der Aktionen zu beauftragen.

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