Gemeinderäte sprechen sich für neue Bauplätze aus

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Der Bebauungsplan „Hardt-Horn“ ist derzeit Thema im Rathaus.
Der Bebauungsplan „Hardt-Horn“ ist derzeit Thema im Rathaus. (Foto: At)
Heidi Keller

„Behutsam nachverdichten“ will die Gemeinde Immen- staad, um neue Baugrundstücke zu schaffen. Der Gemeinderat brachte deshalb am Montagabend den Bebauungsplan „Hardt-Horn, 6. Änderung, Teilbereich Mitte/Süd“ in einem beschleunigten Verfahren auf den Weg.

Ohne eine Umweltprüfung vorzunehmen, gehen jetzt der städtebauliche Entwurf, die öffentliche Bekanntmachung und die Bürgerbeteiligung für den neuen Teilbereich des Bebauungsplans ihren Verwaltungsweg. Stadtplaner Helmut Hornstein aus Überlingen erläuterte am Montagabend dem Gremium seine Planung.

„Baugrund ist knapp und teuer, die Kommunen sind gezwungen, im Innenraum zu verdichten.“ Für den neuen Teilbereich im Hardt-Horn lägen bereits konkrete Bauwünsche vor. Das landwirtschaftliche Anwesen des Hardthofs sollte man dabei in einem gesonderten Verfahren betrachten, empfahl Helmut Hornstein.

Der ursprüngliche Bebauungsplan mit großzügigen Baugrundstücken pro Haus sei nicht mehr zeitgemäß und angesichts der heutigen Grundstückspreise nicht mehr bezahlbar. Ein hochwertiges Wohngebiet bleibe Hardt-Horn auch, wenn man die Grundstücke etwas kleiner fasse. Wegen der teilweisen Hanglage der Grundstücke hielt Helmut Hornstein für diese Grundstücke auch eine zweigeschossige Bebauung für möglich. Um die neue Bebauung der bestehenden anzupassen, plädierte der Planer für geneigte Dächer.

Im beschleunigten Verfahren werde ein Verfahrensschritt ausgelassen. Es sei kein Naturschutzbericht und im Innenbereich kein naturschutzrechtlicher Ausgleich nötig. Ein Biologe habe über die Sommermonate bezüglich des Artenschutzes geprüft und keine Einwände zurückgemeldet.

Auch Bürgermeister Johannes Henne betonte: „Wir setzen darauf, einen Mittelweg zu finden.“ Ortsvorsteher Martin Frank stimmte für die CDU-Fraktion dem Antrag in allen Punkten zu. Hubert Langenstein, FWI, ließ sich versichern, dass die Erschließung zu den Häusern in zweiter und dritter Reihe jeweils über Privatstraßen verlaufe. Daniel Heberle, FDP, schlug vor, angesichts der Ausgabensituation der Gemeinde die Kosten der Erschließung an die Eigentümer weiterzugeben.

Markus Böhlen, Grüne, fragte nach wegen des Artenschutzes und der Ausgleichsflächen. Ernst Deisenberger, SPD, zweifelte die Leistungsfähigkeit der Hardtstraße für die zusätzliche Belastung an. Ortsbaumeister Ulrich Kohler versicherte, dass die zusätzliche Nutzung bereits eingeplant ist.

Die Gemeinderäte stimmten schließlich alle für die Aufstellung des Bebauungsplans Hardt-Horn, 6. Änderung, Teilbereich Mitte/Süd. Als nächstes werden die Bürgerinnen und Bürger zu einer Informationsveranstaltung über den städtebaulichen Entwurf eingeladen, am 3. Dezember, um 16 Uhr, im Bürgersaal des Rathauses.

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