Gemeinde schreibt Gewerbegrundstück aus

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 Das freie Gewerbegrundstück im Bereich Steigwiesen I Erweiterung gegenüber der Schreinerei Dauwalter und neben Meichle und Mohr
Das freie Gewerbegrundstück im Bereich Steigwiesen I Erweiterung gegenüber der Schreinerei Dauwalter und neben Meichle und Mohr GmBH wird - öffentlich ausgeschrieben. Es soll mehrere Interessenten geben. (Foto: heidi keller)
Heidi Keller

Um allen Interessenten eine gleichberechtigte Ausgangslage zu bieten, beschloss der Immenstaader Gemeinderat am Montagabend, ein Gewerbegrundstück in den Steigwiesen I Erweiterung öffentlich auszuschreiben. Die Gemeinde hat noch mehr Grundstücke in petto.

Mehrere Unternehmen hätten bereits ihr Interesse am Kauf des freien Gewerbegrundstücks signalisiert, informierte in der Sitzung Cristina La Rossa aus der Finanzverwaltung. Die Verkaufskonditionen sollen den Bedingungen für den Verkauf der Grundstücke im angrenzenden Gewerbegebiet Steigwiesen II entsprechen – unter anderem mit einem Kaufpreis von 120 Euro pro Quadratmeter und einem Bauzwang innerhalb von fünf Jahren.

Auf die Nachfrage von Kurt Reichle (FWI) nach den Vergabebedingungen erklärte Bürgermeister Johannes Henne, dass die Planung eines konkreten Vorhabens eingereicht werden müsse sowie die Entwicklungsperspektiven des Projekts und des Unternehmens. Denkbar wäre auch, das Grundstück zu teilen, je nach Bedarf der Bewerber, um auch unterschiedliche Interessen berücksichtigen zu können. Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die öffentliche Ausschreibung des Verkaufs aus.

Sechs weitere Grundstücke

Die Gemeinde hat noch weitere sechs Gewerbegrundstücke im angrenzenden Gewerbegebiet Steigwiesen II im Angebot – 12 000 Quadratmeter insgesamt, in unterschiedlichen Größenordnungen. „Es gibt ein sehr großes Grundstück in der Mitte. Ob wir das teilen, ist momentan noch offen“, erklärte Bürgermeister Henne dazu. Es gebe mehrere Bewerber aus der Seegemeinde und der Region, mit denen Gespräche geführt würden. „In der Gesamtausrichtung haben wir eher Unternehmen im Bereich Innovation, Technologie oder IT im Blick, um Lärm oder Schmutz für die benachbarten Wohngebiete zu vermeiden. Auch junge Startups oder Softwarefirmen sollen eine Chance bekommen.“

Etwas lautere Handwerksbetriebe seien bereits in einer Ecke konzentriert worden, die ruhigeren Betriebe sollen ebenfalls nahe beieinander liegen. Das neue Gewerbegebiet habe mit Breitbandversorgung sowie der Lage an der L 207 und dem Dornierknoten eine hervorragende Infrastruktur zu bieten.

„Wirtschaftsförderung im Bodenseeraum zu betreiben,ist nicht einfach, weil uns der Wohnraum fehlt. Ein größeres Mittelstandsunternehmen etwa mit 250 Mitarbeitern – das wäre wegen der fehlenden Wohnmöglichkeiten nicht realisierbar“, ergänzte Henne. Dieses Problem werde in der Regionalplanung Bodensee-Oberschwaben bearbeitet. „Wir müssen da in einem gesunden Verhältnis bleiben. Wo Gewerbegebiete entstehen, müssen auch Wohngebiete eingeplant werden.“

Weitere Informationen zum Gewerbegebiet Steigwiesen II und den aktuellen Ausschreibungen gibt es auf der Internetseite der Gemeinde Immenstaad unter Wirtschaft und Gewerbebauplätze.

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