Fasnet nimmt auch in Immenstaad Fahrt auf

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Haben sich an Dreikönig beim Einschnellen der Öffentlichkeit vorgestellt: Prinzessin Nathalie und Prinz Jonas. Auch die Eltern w
Haben sich an Dreikönig beim Einschnellen der Öffentlichkeit vorgestellt: Prinzessin Nathalie und Prinz Jonas. Auch die Eltern werden als Unterstützung eingespannt. Von links nach rechts: Prinz Jonas Hofstetter, seine Mutter Regina Hofstetter, Prinzessin Nathalie Dube, ihre Mutter Marie-Luise Dube und ihr Vater Rüdiger Dube, Narrenvater II bei der Narrengesellschaft "Hennenschlitter". (Foto: hke)
Heidi Keller

Es ist wieder so weit: Die Karbatscher haben an Dreikönig die Fasnetssaison angekündigt und auch das neue Prinzenpaar wurde vorgestellt. Am Samstag, 11. Januar, startet dann um 7 Uhr der Kartenvorverkauf für die „Hennensuppe“ und am Nachmittag wird der Narrenbaum aufgerichtet.

Mit dem neuen Jahr hat auch die Fasnet wieder Fahrt aufgenommen. Die Karbatscher hießen mit lautem Goisel-Knallen traditionsgemäß am 6. Januar nach dem 12-Uhr-Läuten auf dem Schwörer-Platz die neue Fasnet willkommen. Viele Immenstaader säumten die Straßen und nutzten die Gelegenheit für Neujahrswünsche.

Zum ersten Mal präsentierte sich das neue Prinzenpaar in der Öffentlichkeit: Prinzessin Nathalie I. und Prinz Jonas I.. „Sehr überrascht“, sagt Jonas Hofstetter, sei er gewesen, als an einem Sonntagmorgen Mitte Dezember Narrenvater Wolfgang Haas mit dem Fahrrad bei ihm ankam und klingelte. Ein echter Hennenschlitter weiß bereits in diesem Moment, was die Stunde geschlagen hat: Wenn der Narrenvater mit dem Fahrrad kommt, ist die nächste Frage an den jungen Mann in der Tür, ob er bereit ist, Prinz für die kommende Fasnetssaison zu werden.

„Ich bin noch gar nicht so lange dabei, inzwischen sind es fünf Jahre bei den Hexen. Allerdings habe ich mich schon zuvor, in der Zeit als ich auf der Warteliste stand, engagiert und mitgeholfen, wo ich gebraucht wurde“, berichtet der 33-Jährige.

Hat der Prinz zugestimmt, darf er dem Narrenvater seine Wunsch-Prinzessin selbst vorschlagen. „Da gab es nichts zu überlegen, das sollte Nathalie Dube sein. Wir kennen uns schon lange“, erläutert Jonas Hofstetter.

Innerhalb einer Stunde war die neue Narren-Verbindung fix. „Ich habe Jonas‘ Anruf zuerst nicht ernst genommen und sagte ihm, wenn es wirklich stimmt, soll er persönlich vorbeikommen. Wenige Minuten später stand er tatsächlich vor meiner Tür“, erklärt die frisch ernannte Prinzessin. „Klar, ich habe mich riesig gefreut.“

Nathalie Dube weiß, was sie erwartet: Seit 2000 ist sie Mitglied bei den Bohnebrätschern, seit zwei Jahren bei den Hennen, vier Jahre war sie Gardemädchen, und sie tanzt im dritten Jahr bei den Cheers. Nicht zuletzt ist die 26-Jährige Jugendbeauftragte der Narrengesellschaft und Tochter von Narrenvater II, Rüdiger Dube. „Das Fasnets-Gen habe ich aber wahrscheinlich von meiner Oma, sie war vor Jahren in Markdorf bereits Gardemädchen und im Narrenrat“, sagt die neue Prinzessin. Deshalb sei es nur logisch gewesen, dass der Beginn ihrer Bachelor-Arbeit für Unternehmenskommunikation vom 1. Februar auf den 1. März – nach der Fasnet – verschoben wurde, meint sie.

Aber auch Jonas Hofstetter hat einen guten Berater in der Familie: Sein Bruder David durfte vor wenigen Jahren bereits Fasnetsprinz sein. Bei seinem Arbeitgeber, der Schlosserei Andreas Haug, ebenfalls eine engagierte Fasnets-Familie mit Prinzen im Stammbaum, dürfte der Wirtschaftsingenieur zudem auf Verständnis für die Verpflichtungen des neuen Amts stoßen. An Dreikönig konnten auch fünf neue Karbartscher nach bestandener Karbatscher-Prüfung ihre blaue Kutte aus der Hand von Narrenvater Wolfgang Haas entgegennehmen: Philipp Möhrle, Martin Rabold, Herbert Stark, Tobias Heberle und Uli Schütz.

Auch der bekannte bunte Abend der Narrengesellschaft „Hennenschlitter“ – die „Hennensuppe“ – wirft ihre Schatten voraus. Der Ablauf steht seit vergangener Woche fest. Weil dieses Jahr drei bis vier Gruppen weniger teilnehmen, wird die „Hennensuppe“ vermutlich nicht bis Mitternacht dauern – einer der wenigen Kritikpunkte der vergangenen Jahre. Auf dem Programm stehen nach dem Einzug der Traditionsgruppen und der Proklamation des Prinzenpaars die Bohnebrätscher, Factory X, die Knecht und Mägd und die Danzknepfle.

Nach der Pause treten die Hexen, Martin Frank als Bote vom Gemeinderat, Cheers, die Hennen und die Garde auf. Die „Hennensuppen“-Termine sind wieder am letzten Wochenende im Januar in der Linzgauhalle: am Freitag, 24. Januar, und am Samstag, 25. Januar, jeweils mit Beginn um 19 Uhr sowie am Sonntag, 26. Januar, mit Beginn um 18 Uhr. Wer sicher sein will, Eintrittskarten zu ergattern, darf sich bereits am Samstag, 11. Januar, von 7 bis 11 Uhr bei der Eröffnung des Kartenvorverkaufs in der Linzgauhalle anstellen. Es können auch wieder Nummern gezogen werden.

Ebenfalls am Samstagnachmittag, 11. Januar, wird ab 14 Uhr der Narrenbaum mit einem Umzug durch das Dorf gezogen und vor dem Bürgerhaus aufgestellt.

Bereits begonnen hat der Vorverkauf für den diesjährigen Jugendball der Narrengesellschaft „Hennenschlitter“ – bei Theurich in der Ortsmitte – für Samstag, 18. Januar, von 18 bis 22 Uhr, im Winzerkeller.

Nach dem Erfolg des ersten Jugendballs im vergangenen Jahr wollen die „Hennenschlitter“ diese Veranstaltung für die Jugendlichen gerne fortsetzen. „Jeder kann kommen wie er mag, verkleidet oder nicht“, sagen die Jugendbeauftragten Nathalie Dube und Marco Schmid-Brügel.

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