„Fairteiler“ in Immenstaad wird eingeweiht

Schwäbische Zeitung

Unmengen an Lebensmittel landen auf dem Müll. Das will der Eine Welt Kreis in Immenstaad ändern. Neben dem Weltladen in der Adlerstraße 24 wird am Sonntag, den 3. Oktober um 11:30 Uhr der Fairteiler-Schrank eingeweiht. Neben dem Bürgermeister wird auch der Foodsharing-Botschafter von Überlingen dabei sein, heißt es in einer Pressemitteilung. Bestückt mit geretteten Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Backwaren, Konserven, Nudeln wartet er auf Bürgerinnen und Bürger, die kostenlos daraus etwas mitnehmen möchten oder Sachen abzugeben haben. Für die Kinder gibt es einen Flohmarkt. Einfach Decke mitbringen und los geht’s, Standgebühr gibt es keine, schreiben die Veranstalter.

Das Team vom Weltladen betont, dass der Fairteiler-Schrank explizit nicht nur für die finanziell benachteiligten Menschen ist, sondern auch für die Wohlsituierten. Es geht darum, alle Lebensmittel, die übrig sind, vor der Tonne zu retten. Zum Fairteiler dürfen alle Menschen rund um die Uhr Lebensmittel bringen und kostenlos mitnehmen. Die Lebensmittel werden von Privatpersonen hineingelegt oder vom Fairteiler-Team von Supermärkten, Bäckereien oder Bauern abgeholt. Dabei unterliegt der Schrank strengen Richtlinien. Das Weltladen-Team hat sich in das Regelwerk eingearbeitet und hält alle Vorgaben des Lebensmittelkontrolldienstes ein. Der Schrank wird beispielsweise täglich gewartet und einmal pro Woche groß gereinigt.

Nun hofft das Team auf eine rege Nachfrage. Um zu wissen, was gerade im Schrank ist, wird jeden Tag ein Foto vom Schrank gemacht und auf die Webseite vom Weltladen unter www.weltladen-in-immenstaad.de gestellt. Damit spart man sich laut Pressemitteilung manchen Weg oder weiß beim Einkaufen, was man im Supermarkt nicht holen muss, sondern auf dem Heimweg kostenlos aus dem Schrank holen kann.

Passend zur Einweihung des Fairteilers findet in Baden-Württemberg die landesweite Aktionswoche „Lebensmittelretter – neue Helden braucht das Land“ vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz statt. Ziel der Woche ist es, Verbraucher für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren.

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