Der Windsatellit Aeolus beim Start in Kourou.
Der Windsatellit Aeolus beim Start in Kourou. (Foto: Stephane Corvaja)
Schwäbische Zeitung

Aeolus, der von Airbus gebaute Windsatellit der Europäischen Weltraumorganisation ESA, ist erfolgreich von Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Der Satellit wird nun auf seiner Umlaufbahn in einer Höhe von 320 Kilometern einer Reihe von Tests unterzogen, bevor er seine Mission startet, teilte Airbus in einer Pressemitteilung mit.

Der von Airbus gebaute Windsatellit Aeolus stellt als erster Satellit täglich globale Windkomponentenprofile in Nahezu-Echtzeit bereit. Der 1,4 Tonnen schwere Satellit ist mit dem LIDAR-Instrument (Light Detection and Ranging) „Aladin“ ausgerüstet, das mithilfe des Doppler-Effekts Windgeschwindigkeiten in unterschiedlichen Höhen messen kann. Aladin sendet einen starken Ultraviolett-Laserstrahl durch die Atmosphäre und sammelt das zurückgestreute Licht mit einem Teleskop von 1,5 Metern Durchmesser. Mittels hochempfindlicher Empfänger wird dann die Doppler-Verschiebung des Signals in den verschiedenen Höhenschichten ermittelt.

Airbus Immenstaad war dabei verantwortlich für die Entwicklung der elektrischen Subsysteme, der Bodendienstgeräte und der Simulationssoftware, heißt es weiter in der Mitteilung.

Aus den von Aeolus gelieferten Daten lassen sich Windprofile erstellen. Sie erlauben es, die Genauigkeit von Wettervorhersagen zu verbessern, und ermöglichen Klimaforschern Einblicke in die Dynamik der Erdatmosphäre. Aeolus wird die Erde täglich 15 Mal umkreisen. Die Datenübermittlung erfolgt innerhalb von 120 Minuten nach der ältesten Messung in jeder Umlaufbahn. Die Orbit-Wiederholrate beträgt sieben Tage (jeweils nach 111 Umläufen). Aeolus hat eine Lebensdauer von etwa drei Jahren.

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