DRK-Ortsverband Immenstaad leistet 7368 Arbeitsstunden

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Sven Volk
Sven Volk (Foto: Fuchsloch, Anton)
Schwäbische Zeitung
Renate Habermaas

Bei ihrer Jahresversammlung hat die Immenstaader Ortsgruppe des DRK am vergangenen Donnerstagabend im Gasthof Krone auf viele Aktivitäten des letzten Jahres geblickt und ihren Ortsvorsitzenden Sven Volk für weitere drei Jahre im Amt bestätigt. An diesem Abend standen außergewöhnliche Ehrungen mit 60 Jahren Mitgliedschaft im Verein auf dem Programm, außerdem bekam die Bambinigruppe, die beim Wettbewerb auf der Kreisebene den ersten Platz holte, ein besonderes Lob. Die Wiederwahl ihres ersten Vorsitzenden war für die Mitglieder keine schwere Entscheidung, denn sie beschlossen einstimmig, dass Sven Volk für weitere drei Jahre den Verband leiten soll. „Ich bin beeindruckt, was hier geleistet wird, denn es ist eine unglaubliche Anzahl von Stunden, gefüllt mit ehrenamtlichem Engagement“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Edwin Brügel, nachdem er dem Bericht von Sven Volk zugehört hatte. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 7368 Arbeitsstunden geleistet worden, alles Stunden im Dienst für den Nächsten, so Volk. Neben den Übungen, bei denen Personenrettung, der Einsatz der Schaufeltrage und die große Jahresschlussübung zusammen mit der Feuerwehr im Mittelpunkt standen, war der Ortsverein auch bei Einsätzen gefordert. „Wenn die Rettungsleitstelle keinen Wagen zur Verfügung hat, dann sind wir dran“, sagte Volk.

So waren Helfer aus dem Ortsverband bei einigen Brandfällen im Einsatz und die Truppe der Helfer-vor-Ort, die im Schnitt fünf Minuten früher als der reguläre Rettungsdienst am Ort ist, hatten 142 Einsätze im letzten Jahr. Christa Rauber, die für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde, verriet, wie es mit den Einsätzen am Anfang ihres Dienstes bei dem DRK-Ortsverein war. Damals habe man Bereitschaft im Rathaus gehabt und in einem Raum auf das Klingeln des Telefons gewartet. Dann sei man ausgerückt und den verletzten Menschen im Ort geholfen. „Besonders schön waren die Stunden nach dem Dienst“, schloss sich Erika Rist den Erzählungen an, die ebenfalls für 60 Jahre Mitgliedschaft geehrt wurde. Die gute Kameradschaft hatte vor 60 Jahren auch Arthur Rauber in die Reihen des DRK gezogen und er sagte, dass er heute noch bei Einsätzen wie den Blutspendeaktionen mit dabei sei.

Für die Ehrungen war der Präsident des DRK Kreisverbandes Joachim Kruschwitz angereist, der die Arbeit des Ortsverbandes lobte und darauf hinwies, dass trotz besserer Ambulanzautos die Ankunftszeiten nicht optimal wären. „Wir können noch so viel PS haben, wenn die Straßen verstopft sind, kommen wir nicht weiter“, sagte Kruschwitz. Mit 64 Mitgliedern sind die Zahlen im Ortsverband stabil, davon seien laut Volk 20 Kinder und Jugendliche im Jugendrotkreuz.

Tamara Scheinert, die Leiterin der beiden Jugendgruppen zeigte sich zufrieden, besonders über den ersten Platz der Bambinis in der Bodenseeregion. „Toll, dass ihr euren Nachwuchs heranzieht“, sagte auch Brügel und nannte die Jugendarbeit eine gute Basis für das Fortbestehen des Ortsverbandes.

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