Die Birkhofers freuen sich über die Bischofsweihe

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Die Eltern Theresia und Bertold Birkhofer sowie Thomas Birkhofer (Mitte) freuen sich auf die bevorstehenden Feierlichkeiten.
Die Eltern Theresia und Bertold Birkhofer sowie Thomas Birkhofer (Mitte) freuen sich auf die bevorstehenden Feierlichkeiten. (Foto: Heidi Keller)
Heidi Keller

Ein unvergleichlicher Festsonntag steht der Seegemeinde bevor: Peter Birkhofer, vor wenigen Wochen zum Weihbischof der Erzdiözese Freiburg geweiht, kommt in seine Heimatgemeinde, um seine Ernennung auch mit den Immenstaadern zu feiern.

Zur Weihe am 15. April im Freiburger Münster war bereits ein Bus gechartert worden für zahlreiche Mitglieder der Immenstaader Kirchengemeinde, die bei dem einmaligen Ereignis dabei sein wollten. Am Sonntag, 10. Juni, reist der erste Weihbischof aus Immenstaad an den See, um das neue kirchliche Amt noch einmal mit den Menschen seines Heimatorts zu feiern.

Um 10.30 Uhr lädt der Leiter der katholischen Seelsorgeeinheit Meersburg, Pfarrer Matthias Schneider, zum Festgottesdienst, gemeinsam mit Weihbischof Peter Birkhofer, in die katholische Pfarrkirche St. Jodokus ein. Zuvor, um 10.15 Uhr, wird der Weihbischof an seinem Festtag am Elternhaus in der Seestraße Ost abgeholt und mit dem Musikverein feierlich zur Kirche begleitet. Auch für Pfarrer Schneider ist die Ernennung des bisherigen Domkapitulars zum Weihbischof durch Papst Franziskus etwas ganz Besonderes. „Das gibt es nur einmal. Es ist eine große Ehre für die Kirchengemeinde, die Seelsorgeeinheit und die ganze Gemeinde.“

Verbindung zur Heimat immer gehalten

Schneider freut sich auch für die Familie. „Die Birkhofer-Brüder sind ja in den Vereinen und der Kirchengemeinde aktiv. Die Neffen und Nichten des Weihbischofs sind Ministranten, die Schwägerin im Gemeindeteam und sonst noch in der Pfarrei aktiv.“

Für die Umrahmung des Festgottesdiensts singt der Kirchenchor unter der musikalischen Leitung von Verena Simmler die „Kleine Festmesse op. 37“ von Ernst Tittel. Die Messe wird gemeinsam mit Musikern aus der Region und Dr. Georg Brendle an der Orgel aufgeführt. Gesangssolisten sind Pia Gold, Sopran, Caroline Müller, Alt, Thomas Tillich, Tenor, und Markus Stürzenhofecker, Bass. Im Anschluss an den Festgottesdienst lädt Bürgermeister Johannes Henne im Namen der Gemeinde Immenstaad zu einem Empfang in den Bürgersaal des Rathauses ein. Nach den Grußworten soll es Gelegenheit zur Begegnung mit Weihbischof Peter Birkhofer geben.

Brigitte Nosse, Sprecherin des Gemeindeteams Immenstaad, betont: „Die Verbindung zu seiner Heimatgemeinde hat der Weihbischof immer gehalten und ist zu den besonderen Festen gekommen, etwa vergangenes Jahr zum 65. Priesterjubiläum von Pfarrer Weßbecher. Bereits seine Primiz 1991, aber auch sein Silbernes Priesterjubiläum vor zwei Jahren, hat er hier mit uns gefeiert.“ Am größten ist die freudige Spannung aber sicherlich im Elternhaus des Weihbischofs. „Ich spüre die Aufregung überall“, räumt Theresia Birkhofer, seine Mutter, ein. Sie erinnert sich: „Die Liebe zur Lithurgie war bei Peter schon mit drei Jahren da. Fertig angezogen stand er jeden Sonntagmorgen da, wenn ich zur Frühmesse aufgebrochen bin und wollte unbedingt mit. Das war sein Ein und Alles. Wir haben uns immer auf die Empore gesetzt, damit er als kleiner Junge alles gut von oben beobachten konnte.“ Und von klein auf viel gelesen habe er.

Bruder Thomas Birkhofer erzählt: „Wir waren damals viel verwurzelter als das heute üblich ist. Bei uns hat die Kirche den Rahmen gegeben für den Jahres- und den Wochenablauf. Die Oma hat beim Kochen Geschichten aus der Bibel erzählt. Das nimmt man als Kind einfach so auf.“ Er ergänzt schmunzelnd: „Wenn aber die Pflaumen reif waren, mussten alle vier Buben mit aufs Feld und helfen, auch wenn sie nicht so begeistert waren - wie unser Bruder Peter.“ Im Konradihaus, im Internat in Konstanz, lebten beide als Gymnasiasten. Bereits in der Oberstufe lernte Peter Birkhofer interessiert freiwillig hebräisch, Vorarbeit für das spätere Theologiestudium.

Während des Studiums habe sich noch ein Hobby entwickelt, verrät Theresia Birkhofer: das Kochen. „Und als Peter dann in Rom studiert hat, kam noch die italienische Küche dazu.“ Wie oft der Weihbischof noch an den See kommt, wenn jetzt das Aufgabenpaket noch größer wird - das müsse man sehen. Aber ein Termin steht schon fest, weiß Schwägerin Monika Birkhofer, die im Gemeindeteam Verantwortung trägt. „Zum Firm-Gottesdienst im November hat er schon zugesagt.“

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