Die Musiker der Do X Memorial Big Band bereiten sich mit professioneller Unterstützung in der Airbus-Kantine auf die Jazznight
Die Musiker der Do X Memorial Big Band bereiten sich mit professioneller Unterstützung in der Airbus-Kantine auf die Jazznight vor. (Foto: Heidi Keller)
Heidi Keller

Mit drei Profi-Jazzern hat sich die Do X Memorial Big Band am vergangenen Wochenende in einem Workshop in der Airbus-Kantine auf Freitag, 10. Mai, vorbereitet. Dann spielt sie bei der 31. „Immenstaader Jazznight“ ab 19.30 Uhr im Winzerkeller zusammen mit dem Heimatverein.

Die Do X Memorial Big Band mit ihrem Bandleader Hartmut Heinzelmann tritt dieses Jahr zur Jazznight wieder einmal im Winzerkeller auf. Mit dem urigen Gewölbekeller verbindet die Band eine lange Tradition mit dem Heimatverein als Mitveranstalter. Big-Band-Arrangements verschiedenster Stilrichtungen – vom klassischen Swing über raffiniert inszenierte Beatles-Hits und Pop der 1970er Jahre bis hin zu Funk und Jazz-Samba – wollen die Musiker präsentieren. Mal instrumental, mal mit Frontfrau und Sängerin Dagmar Egger aus Konstanz. Auch auf musikalische Überraschungen mit ungewohnten Ensembles aus den Reihen der Big Band dürfen sich die Gäste freuen.

Auf die diesjährige Jazznight hat sich die Big Band am vergangenen Wochenende mit drei Profis ihres Fachs im Detail vorbereitet. Dabei setzte jeder der Gastdozenten eigene Akzente. Thomas Heidepriem, langjähriger Bassist der HR Big Band und auch als „Professor Bass“ bekannt, gab der Rhythmusgruppe wichtige Impulse mit. Als bekennender Beatles-Fan hatte er bei „Eleanor Rigby“ sichtlich Freude am Instrumentalgefüge einer hörbar verbesserten Band-Performance. Profitrompeter Ralf Hesse vermittelte den Blechbläsern die verblüffend leichte Eleganz der 16tel-Grooves, die etwa bei Kris Bergs Funk-Titeln „Talk Is Cheap“ oder „Just Wing It“ gefordert sind. „Es gibt tausend verschiedene Möglichkeiten einen Swing zu spielen. Spielt mit voller Energie, Zurückhaltung macht immer alles steif“, riet der Hochschuldozent. Der durch die SWR-Big Band bekannte Saxofonist Axel Kühn vermittelte vor allem bei den Swing-Nummern die Essenz des modernen Big-Band-Sounds als Ganzes.

Dass die Gastdozenten auch ausgeprägte Fähigkeiten bei der Analyse und Aufwertung eingefahrener Arrangements mitbrachten, wird nach dem erfolgreichen Probenwochenende ebenfalls zu hören sein. Beispielsweise bei „Dig It“, einem Original-Arrangement für Doris Day und das Les Brown Orchestra, oder beim Duo-Vokal-Arrangement „Quando“ – frisch aufgepeppt für Sängerin Dagmar Egger und Trompeter Stefan Schäfer. Im diesjährigen Jazznightprogramm wird Schäfer auch mit einem Feature im Stück „Povo“ zur Geltung kommen. Sängerin Dagmar Egger hat für den Abend ein Peter-Herbolzheimer-Arrangement kreativ umgewandelt, Pianist Markus Springfeld wird eine Eigenkomposition präsentieren.

Bandleader Hartmut Heinzelmann war begeistert vom erfolgreichen Workshop-Wochenende. „Es ist angerichtet“, sagte er und freute sich mit seinen Musikern und dem Heimatverein, dass in diesem Jahr die „Immenstaader Jazznight“ wieder einmal im Winzerkeller stattfindet.

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