Beim Immenstaader Hungermarsch kommen 9300 Euro zusammen

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9300 Euro geteilt durch drei: Der Spendenerlös des Immenstaader Hungermarsches geht an die beiden Kirchengemeinden und die Steph
9300 Euro geteilt durch drei: Der Spendenerlös des Immenstaader Hungermarsches geht an die beiden Kirchengemeinden und die Stephan-Brodmann-Schule für deren soziale Projekte. Darüber freuen sich (von links) Karl Jäger, Initiator des Hungermarsches, Burkhard Zapkau, Rektor der Stephan-Brodmann-Schule, Karin Jäger, Initiatorin des Hungermarsches, Pater Robert Abele, SAC für die katholische Kirchengemeinde, und Pfarrer Martin Egervari für die evangelische Kirchengemeinde. (Foto: heidi keller)
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Mit einem großartigen Ergebnis und einer Spendensumme von 9300 Euro hilft der diesjährige, sechste Immenstaader Hungermarsch des Turn- und Sportvereins wieder drei sozialen Projekten in der Region und in Entwicklungsländern. „Wir sind überglücklich über dieses Ergebnis“, sagen die Organisatoren Karin und Karl Jäger.

„Auch wenn wegen der Hitze dieses Jahr nicht ganz so viele Teilnehmer auf den beiden Strecken über den Trimm-dich-Pfad in den Wald dabei waren - die Spendenbereitschaft war ungebrochen“, freuen sich die beiden Initiatoren. „Nach dem ökumenischen Gottesdienst vor dem Start habe ich so viele motivierende Gespräche mit Besuchern und Teilnehmern geführt und Bewunderung für unsere Aktion erfahren, das stärkt uns natürlich auch.“

Allein bei der Hutsammlung auf dem Rathausplatz nach der Siegerehrung der Staffellauf-Mannschaften am Freitagabend seien 550 Euro zusammengekommen. Auch die Musikkapelle „Piccolos“ habe einen Teil ihrer Gage gespendet. Die meisten Spender der Veranstaltung, die unter dem Motto „Kindern eine Zukunft geben“ steht, seien Privatpersonen, weniger Firmen.

„Wir sind allen so dankbar. Kein Kind soll mehr hungrig ins Bett gehen – ich weiß, das ist ein frommer Wunsch – aber das wäre mein Traumziel,“ erklärt Karin Jäger. „Der Hungermarsch ist für uns auch nach zehn Jahren keine Routine-Veranstaltung. Es bewegt uns immer noch aufs Neue, dass es weltweit und auch in der näheren Umgebung große Not gibt. Wir danken allen, die uns geholfen haben. Das sind unsere Leichtathleten, die katholische Frauengemeinschaft, der Bauhof, das Rote Kreuz Immenstaad, die Sponsoren und viele Freunde und Bekannte.“

Der Erlös wird aufgeteilt an die beiden Kirchengemeinden und die Stephan-Brodmann-Schule. Die evangelische Kirchengemeinde will mit ihrem Anteil an den Spenden das regionale Projekt „Frauen- und Kinderschutzhaus“ der AWO Bodensee-Oberschwaben in Friedrichshafen unterstützen.

Die katholische Kirchengemeinde gibt das Spendengeld weiter an ein Heim der Salesianer-Schwestern für ältere und behinderte Waisenkinder in Nagpur in Indien. Die Stephan-Brodmann-Schule unterstützt mit ihrem Drittel bereits seit vielen Jahren das Straßenkinderprojekt Arco-Iris von Pfarrer Josef Neuenhofer in La Paz in Bolivien.

Ob es auch in zwei Jahren wieder einen Immenstaader Hungermarsch geben wird, ließ Karin Jäger noch etwas offen – schließlich seien die Jägers dann 80 Jahre alt. „Wir denken über eine etwas andere Form nach. Aber das hat ja noch Zeit.“

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