Airbus-Betriebsrat spendet für Frauen in Not

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 Freuen sich über die Aktion des Betriebsrats von Airbus (von links): Adalbert Kühnle (Fotogruppe Dornier), Christa Steuernagel
Freuen sich über die Aktion des Betriebsrats von Airbus (von links): Adalbert Kühnle (Fotogruppe Dornier), Christa Steuernagel (Betriebsrat Airbus), Sabine Weidenfeld (Mitarbeiterin in der Beratungsstelle für Frauen in Not- und Trennungssituationen der Stadt Friedrichshafen), Wilhelm Böhler (stellvertretender Leiter des Amtes für Soziales, Familie und Jugend) und Christian Birkhofer (Betriebsrat Airbus). (Foto: Airbus)
Schwäbische Zeitung

Christian Birkhofer und Christa Steuernagel vom Betriebsrat von Airbus in Immenstaad und Adalbert Kühnle von der Fotogruppe Dornier haben Wilhelm Böhler, stellvertretender Leiter des Amtes für Soziales, Familie und Jugend, und Sabine Weidenfeld von der Beratungsstelle für Frauen in Not und Trennungssituationen, einen Spendenscheck in Höhe 1335 Euro übergeben. „Wir schätzen die Arbeit der Beratungsstelle sehr, weshalb es uns ein großes Anliegen ist, die vielfältigen Angebote mit unserer Spende zu unterstützen“, wird Christian Birkhofer in einer Mitteilung der Stadtverwaltung zitiert.

Das Geld hat der Betriebsrat durch den Verkauf von Bodenseekalendern eingenommen, die erstmals in Zusammenarbeit mit Adalbert Kühnle und der Fotogruppe Dornier entstanden sind. „Die Mitarbeiter schätzen den Kalender, sodass er bei uns sehr gerne gekauft wird. Vor allem auch deshalb, weil die Mitarbeiter wissen, dass der Erlös für einen guten Zweck gestiftet wird“, sagt Christa Steuernagel. Gespendet wird immer unbürokratisch, und das Geld kann auf die gleiche Weise weitergegeben werden. „Die Spenden bleiben immer hier im Bodenseekreis. Wir wollen vor Ort helfen und so wichtige Angebote wie die Hilfe für Frauen in Not unterstützen“, so Birkhofer und Steuernagel.

Bei der Beratungsstelle für Frauen in Not und Trennungssituationen ist das Geld gut aufgehoben. „Wir sind sehr dankbar, weil wir die Spende dringend brauchen“, sagt Wilhelm Böhler. „Das Geld wird unmittelbar eingesetzt und kommt eins zu eins an.“ Verwendet werden die Spenden dann, wenn zum Beispiel eine Partnerschaft in die Brüche geht. Oft sei Gewalt im Spiel, heißt es. In der Regel ist es die Frau, die sich entschließe, zu gehen, und dann keinen Zugriff auf das Familienkonto hat. Es gäbe aber durchaus auch Männer in dieser Situation, die ebenfalls beraten würden. Die Spenden werden meistens als schnelle Hilfen für das Notwendigste genutzt, wie Lebensmittel, Babynahrung oder Windeln. 2018 waren es 26 Frauen, denen durch Spenden schnell und unbürokratisch geholfen werden konnte. „Ich bedanke mich sehr herzlich für die Spende, auch im Namen der Frauen“, sagt Sabine Weidenfeld.

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