20 Jugendliche schauen hinter die Kulissen von Airbus

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Gut 20 Jugendliche informieren sich über die Tätigkeitsbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten bei Airbus.
Gut 20 Jugendliche informieren sich über die Tätigkeitsbereiche und Ausbildungsmöglichkeiten bei Airbus. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

„Wissen was geht“ heißt das Sommerferienprojekt der Wirtschaftsförderung Bodenseekreis. Bei dem Kooperationsprojekt der Wirtschaftsförderung mit renommierten Unternehmen aus der Region, wird Schülern die Möglichkeit geboten, unterschiedliche Firmen kennen zu lernen. Ziel ist es, das Ausbildungs- und Studienangebot der Unternehmen vorzustellen. 20 Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren nehmen das Angebot wahr und schauen sich das Unternehmen „Airbus“, Standort Friedrichshafen, an. Viele von ihnen wollen sich ganz allgemein über die Ausbildungsmöglichkeiten informieren, andere wissen schon ganz genau, wohin es sie zieht.

Wie beispielsweise der 18-jährige Jannik, zurzeit noch Schüler am technischen Gymnasium in Überlingen. „Ich möchte auf jeden Fall in den IT-Bereich“, erklärt er. Die Informations-Technik liege ihm, es mache ihm Spaß und er begeistere sich für dieMöglichkeiten, die Airbus in diesem Bereich anbietet. Es ist bereits das vierte Unternehmen, was er sich im Rahmen von „wissen was geht“ anschaut. „Ich habe Airbus bei einer Berufsmesse kennengelernt“, erzählt er und weiß bereits nach einer Stunde Rundgang über das Airbus-Gelände mit Ausbilder Patrick Hartung, dass er sich hier bewerben will. „Es ist unglaublich, was man hier für Möglichkeiten hat“, sagt der Schüler, der seine Begeisterung kaum zügeln kann. Also, eigentlich genau das, was das Unternehmen sucht, denn Patrick Hartung hat zur Begrüßung zuerst das Unternehmen vorgestellt und deutlich gemacht, was Airbus für Mitarbeiter sucht.

„Wir suchen nicht unbedingt die mit den besten Noten, sondern die, die am besten in das Unternehmen passen“, sagt er. Viele Bewerber würden von sich sagen, dass sie teamfähig seien oder eine hohe Sozialkompetenz besitzen, „das ist natürlich wichtig, aber wir möchten, dass ihr Leidenschaft für euren Beruf zeigt, dass ihr motiviert und engagiert für unser Unternehmen arbeitet und Interesse an den Produkten habt“. Also ein inneres Feuer für den Beruf entfachen.

Während des Rundgangs wird deutlich, dass die Produktpalette weit über das hinaus geht, was die Schüler erwartet haben. Mit Airbus verbinden viele Flugzeuge und – durch den Standort Friedrichshafen – auch Raumfahrt, aber Patrick Hartung macht klar, dass das Portfolio des Unternehmens weit über das hinaus geht. Sie warten und liefern mobile Krankenstationen in Krisengebieten, bieten Soft- und Hardwarelösungen in den Bereichen Radartechnik und Grenzsicherung, fertigen aber auch „Auspuffrohre für Flugzeuge“ und vieles mehr.

Airbus liefere Lösungen für die bemannte und unbemannte Raumfahrt oder auch für die militärische Luftfahrt. „Manche Produkte fangen mit einer kleinen Idee eines Mitarbeiters an, die sich bis zu einem fertigen Produkt entwickelt.“ Als Beispiel nennt Patrick Hartung den Astronauten Assistenten „Cimon“, der in Friedrichshafen entwickelt wurde und mit Astronaut Alexander Gerst seinen ersten Einsatz erfolgreich im All bestanden hat.

Viele Informationen prasseln auf die jungen Besucher ein. „Das ist schon interessant, aber ich weiß noch nicht genau, was ich später mal machen werde“, erklärt Verena. Mit ihren 14 Jahren braucht sie das jetzt auch noch nicht. Sie wollte das Unternehmen kennenlernen, weil sie sich für Elektronik interessiert. Ebenso wie ihr Altersgenosse Jan, der Airbus mal sehen wollte, auch wenn er jetzt noch nicht weiß, in welche Richtung es später einmal gehen soll.

Zum Abschluss des Rundgangs stellt Patrick Hartung den neuen Showroom vor. Das Gebäude mit den Reinräumen ist Anfang des Jahres eingeweiht worden. Danach haben die Jugendlichen die Möglichkeit, in den Arbeitsalltag bei Airbus hereinzuschnuppern.

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