Ausstellung „Begegnung 5“ ist ab sofort zu besichtigen

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Wirken bei der Ausstellung in Heiligenberg mit (vorne von links) Jianmei Xiang, Cristina Mazzotti, Dodo Wartmann sowie (hinten
Wirken bei der Ausstellung in Heiligenberg mit (vorne von links) Jianmei Xiang, Cristina Mazzotti, Dodo Wartmann sowie (hinten (Foto: PR)
Schwäbische Zeitung

„Begegnung 5“ ist der Titel der Ausstellung im Sennhof in Heiligenberg, einem Projekt der Künstlergruppe GamY, die nun mit einer Vernissage eröffnet wurde. Es wirken mit Jianmei Xiang, Lilly Heuer, Cristina Mazzotti, Cornelia Asal und Dodo Wartmann.

„Das Wort“, so der Titel eines Nietzsche-Gedichtes, bildete den Kern der kurzen Begrüßung, die Dodo Wartmann hielt. Der Philosoph Nietzsche umreißt in diesem Gedicht, wie beglückend und wie verletzend Worte zugleich sein können. Dodo Wartmann, Gründerin und Organisatorin von GamY, trug dieses Gedicht mit großer Empathie vor, man spürte, dass es ihr ein Anliegen war, auf die sprachethische Bedeutung gesprochener und geschriebener Worte hinzuweisen.

Ihre Installation „Ich-Du-Er-Sie-Es“ greift deshalb auch genau dieses „Wort“-Thema auf. Fünf bunte Stelen, jede individuell gestaltet, sind durch Fäden miteinander verbunden, ebenso mit dem Erdausschnitt, vor dem sie stehen. „Nietzsche maß den persönlichen Fürwörtern in der deutschen Sprache eine hohe sprachethische Bedeutung zu, denn sie stehen für Bezüge und Verantwortung“, erläuterte Wartmann. Aus dem Singulären entstehe durch Verbindung das Wir-Ihr-Sie und alle seien im Einzelnen wie im Kollektiv für das Tun verantwortlich.. Konsequenterweise stellte Dodo Wartmann alle ihre Objekte in einer Art Palimpsest-Verfahren und mit recycelten Materialien her.

Cristina Mazzotti aus der Schweiz ist Keramikerin mit eigener Brennwerkstatt. Sie nimmt Bezug auf die Natur und zeigt verschiedene Objekte ihrer Rakukunst, die sich der Thematik des Floralen widmen. Gekbe und rote Rakublüten in einer großen Rakukugel gesteckt, korrespondieren mit kupfrig schillernden Äpfeln und mattierten Hyazinthen. Die Brennvorgänge könne man zwar etwas berechnen, so erklärte die Künstlerin, ließen aber immer noch genügend Spielraum für das „kleine Farbwunder“. Ihre Objekte. Spannend für sie sei es immer wieder zu erleben, welche große kreative Rolle der Sauerstoff spielt und die Objekte nach seinem Willen färbt.

Cornelia Asal stellt Acrylbilder aus, die sie den Glückszellen widmet. Positiv in die Welt schauen, positiv die Dinge sehen, das ist ihr Thema und ihr Anliegen und das will sie vermitteln. So will sie auch, dass ihre Bilder gesehen werden, als Anregungen zum Glücklichsein. Ihre Werke sind Malereien aus Acryl, unter Beimischung von Sand oder anderen Mischmaterialen.

Die Veranstaltung umrahmte mit ihrem Erhuspiel die aus China stammende Jianmei Xiang. Die Poesie der Klänge, die sie mit ihrem traditionellen chinesischen Instrument erzeugte, verzauberte die anwesenden Besucher und untermalte auf stimmige Weise die märchenhafte Erzählung von Lilly Heuer, die die heilende Wirkung der Klänge zum Thema hatte .

Die Ausstellung ist bis zum 30. Juli zu besichtigen. Die Öffnungszeiten des Sennhofs sind jeweils Dienstag bis Sonntag von 10.30 bis 13.30 Uhr und von 14.30 bis 15.30 Uhr.

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