„Wir arbeiten inklusiv auf allen Ebenen“: Das Team der Lebenshilfe und die Teilnehmer der Ferienfreizeit.
„Wir arbeiten inklusiv auf allen Ebenen“: Das Team der Lebenshilfe und die Teilnehmer der Ferienfreizeit. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Zwei Wochen Ferienfreizeit der Lebenshilfe sind nun zu Ende gegangen. „Wir haben ein tolles Team“, lobte Michael Kreutter seine ehrenamtlichen Mitarbeiter. Er hat zusammen mit Valerie Schneider die Jugendgruppe geleitet. Für die Kindegruppe waren Anika Weisner und Yvonne Maier verantwortlich. Hinzu kommt ein Team von knapp 20 Ehrenamtlichen, die 25 Teilnehmer aus dem gesamten Bodenseekreis betreuten. Viele Teilnehmer kommen schon seit vielen Jahren zur Ferienfreizeit.

So wie Jannik aus Kluftern, dem am Besten die Turnhalle gefiel, in der man Fußball spielen konnte. Das Betreuungsangebot fand in der Tannenhag-Schule statt, die hier optimale Bedingungen erfüllt. Zum einem hat die Schule ein großzügiges Außengelände, bietet auch im Haus ausreichend Platz, hat überall barrierefreie Zugänge und eine Mensa, in der gegessen werden kann. Seit mehr als 20 Jahren bietet die Lebenshilfe Bodenseekreis die Sommerfreizeit an. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung. „Mitglieder erhalten bevorzugt einen Platz, und danach entscheidet das Los“, erklärte Gabi Müller von der Lebenshilfe Geschäftsstelle in Friedrichshafen.

„Wir arbeiten inklusiv auf allen Ebenen“, sagte Müller weiter. Unter den Teilnehmer sind sowohl Menschen mit und ohne Behinderung, zum ersten Mal waren auch in der Teamleitung zwei Mitarbeiter mit Behinderung. Sowohl Franziska Sauter als auch Julian Henzler kennen die Schule in und auswendig. Beide wurden hier unterrichtet und haben in diesem Jahr für jeweils eine Woche im Mitarbeiterteam mitgearbeitet. Franziska Sauter hat es ausgesprochen gut gefallen, die Ferienfreizeit einmal von einer anderen Seite kennen zu lernen. „Wir haben Ausflüge organisiert und ich habe ein Kind betreut“, erzählte sie mit Stolz. Auch die Idee einen Ausflug zum Wildtierpark bei Tettnang zu machen, kam von ihr. „Ich würde gerne im nächsten Jahr wieder mitmachen“, wünscht sie sich.

Zwei Wochen und jeden Tag ein volles Programm zwischen 9 und 16 Uhr – das hat den Teilnehmern gut gefallen. Basteln, Sport, Tanzen und jede Menge Ausflüge standen auf dem Programm. Darunter Besuche auf dem Kulturufer, beim Technischen Hilfswerk und der Polizei, im Schwimmbad „und eine Schnitzeljagd haben wir auch gemacht“, sagte Jannik.

Ein vielfältiges Angebot, „dass ohne die vielen Mitarbeiter so nicht möglich wäre“, erklärte Michael Kreutter. Im Alltag sind die Betreuer Studenten, im öffentlichen Dienst tätig, Kinder- oder Altenpfleger und auch Bundesfreiwilligendienstler der Tannenhag-Schule und der Schule am See.

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