Zwei hochkarätige Organisten kommen zum Orgelherbst 2019

Lesedauer: 3 Min
Schwäbische Zeitung

Die Orgel der Kirche St. Nikolaus wurde im Jahre 1989 von der Firma Woehl aus Marburg mit 47 Registern im französisch-symphonischen Stil erbaut. Aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Orgel finden im September die vier Konzerte des Orgelherbstes am diesem besonderen Instrument, das seit nunmehr drei Jahrzenten Gastmusiker und Zuhörer begeistert, statt, wie Kantor Nikolai Geršak mitteilt. Neben einem Konzert mit Streicherensemble und Orgel wurden neben Nikolai Geršak zwei hochkarätige Organisten aus London und Paris eingeladen.

Am Sonntag, 8. September, spielt zum Auftakt des diesjährigen Orgelherbstes Nikolai Geršak Bearbeitungen von Orchesterkompositionen (Dvorak, Bach und andere). So wird die Woehl-Orgel mit ihren unzähligen Klangfarben als Orchester vorgestellt. Die Tradition der Transkription von Orchesterstücken für Orgel kommt vor allem aus England, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt. Es war eine Möglichkeit, auch in Kleinstädten in den Townhalls dem Publikum die symphonische Musik ohne eigenes Orchester nahezubringen.

Organist der St. Pauls Cathedral

Am Sonntag, 15. September, gastiert Simon Johnson aus London in St. Nikolaus. Er ist erster Organist der St. Pauls Cathedral und geht neben dem üppigen Musikprogramm an der wichtigsten anglikanischen Kathedrale einer umfangreichen Konzerttätigkeit nach.

Am Sonntag, 22. September, werden Konzerte für Orgel oder Cembalo mit Orchester aufgeführt. Georg Enderwitz wird neben Solostücken auf der großen Orgel Konzerte von Georg Friedrich Händel mit Streicherensemble spielen. Nikolai Geršak, dem auch die Gesamtleitung obliegt interpretiert das Cembalokonzert d-moll von Johann Sebastian Bach. Das Streicherensemble, geleitet von Philipp Fuhrmann, setzt sich aus Musikern aus Friedrichshafen zusammen und ist solistisch besetzt.

Den Abschluss am Sonntag, 29. September, bildet Thomas Ospital aus Paris. Der junge Ausnahmekünstler ist einer der beiden Titularorganisten an der gotischen Kirche St. Eustache und somit direkter Nachfolger von Jean Guillou. Er wird Werke französischer Symphonikspielen und natürlich auch improvisieren.

Die Woehl-Orgel in St. Nikolaus ist laut Nikolai Geršak ein absolutes Ausnahmeinstrument, sie wurde in Anlehnung an die großen Vorbilder des Orgelbauers Aristide Cavaillé-Coll konzipiert und intoniert. Sie besticht durch Poesie und explosive Klangkraft und lässt die Meisterwerke vor allem aus Frankreich ungemein lebendig darstellen.

Meist gelesen in der Umgebung
Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen