Zunftmeister wird zum „Herrn des Ringtreffens“

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Schwäbische Zeitung

Oliver Venus hat einen neuen Titel: „Herr des Ringtreffens“. Frei nach JRR. Tolkien haben die Seewaldkobolde beim Gschellabstauben an das ANR-Jubiläum des vergangenen Jahres erinnert. Die Veranstaltung war jedoch weit mehr als nur ein Kinoabend.

Klassisch begann das Gsdchellabstauben nach der Hexenerweckung in Hofen mit Ehrungen. Dass die nicht einfach nur so abgespult werden, dafür sorgt Zunftmeister Oliver Venus. Er begrüßt Markus Kast, Oberzunftmeister der Region Bodensee im Alemannischen Narrenring (ANR) und bedauert mit vielsagenden Worten zugleich den Umstand, dass es vom ANR-Vorstand niemand anderes für nötig gehalten hatte, sich nach Friedrichshafen zu begeben oder vielleicht ein paar Worte zum Jubiläums-Ringtreffen zu sagen. Kurz nach diesem Spektakel hatte es im Sommer einen Eklat beim ANR gegeben. Präsident Gusti Reichle war unter Protest zurückgetreten. Scheinbar sind die Probleme noch immer nicht gelöst.

Markus Kast ehrt Alexandra Köhn, Seppi Sarikaya, Thomas Knespel und Angelika Öfner mit dem Hästrägerorden des ANR. Ihnen wird mit jeweils eigener Laudatio für ihre Arbeit und ihr Engagement für die Zunft und den Verein gedankt. Ein weiterer Dank geht an Helmut Wild, Ehrenpräsident des Vereins, der den Jahresorden für dieses Jahr entworfen hat.

Schließlich zeigen die Seewaldkobolde am Abend, dass ein Gschellabstauben auch mal unerwartet, überraschend und vor allem multimedial daherkommen kann.

Seit Sommer hat eine kleine Gruppe der Kobolde am Plot eines Kinoabends getüftelt. Zusammen mit Gruppenführerin Susi Seidler haben Yvonne Groll, Ulla Pester, Sandra und Ralf Kestel, Elly Piek, Maik Blümel, Lydia und Ralf Schäfer mehrere Werbeclips, ein Musikvideo und diverse Film-Ausschnitte gesungen, gedreht, neu eingespielt und mit Unterstützung der Schwäbischen Zeitung, Regio TV und Kameramann Marian Schäfer zu einem gut 30 minütigen Programm auf Bühne und Leinwand gebracht – angesichts der Länge des Originals „Herr der Ringe“ mit neun Stunden erschienen die 30 Minuten dieser Show angemessen knapp.

Und am Ende wurde auch die Tradition nicht vergessen. Der Gockel wurde befreit und aus dem Käfig gelassen, die Masken abgestaubt und die Fasnet von Zunftmeister Oliver Venus eröffnet.

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