ZF sucht „nachhaltige Perspektive“ für Schalke

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ZF-Chef Wolf-Henning Scheider (links) und sein Finanzvorstand Konstantin Sauer: ZF sucht eine Perspektive für das frühere TRW-W
ZF-Chef Wolf-Henning Scheider (links) und sein Finanzvorstand Konstantin Sauer: ZF sucht eine Perspektive für das frühere TRW-Werk auf Schalke – „eine echte Herausforderung“. (Foto: dpa)
Ressortleiter Wirtschaft

Es wäre das erste Werk, das ZF in Deutschland schließt – die frühere TRW-Fabrik Schalke Nord in Gelsenkirchen. Im Mai hatte der Autozulieferer angekündigt, die Produktion in der Fabrik, in der ZF vor allem mechanisch geprägte Lenkungen herstellt, zum Jahresende auslaufen zu lassen.

Nach Protesten von Betriebsrat und IG Metall versprach ZF den rund 500 in Gelsenkirchen Beschäftigten, den Beschluss zur Produktionsschließung noch einmal zu überprüfen. Im Moment sucht der Autozulieferer aktiv nach Möglichkeiten, die Maschinen auf Schalke weiterlaufen zu lassen. „Ziel ist es, doch noch eine nachhaltige Zukunftsperspektive für den Standort zu finden“, sagte Finanzchef Konstantin Sauer bei der Präsentation der Halbjahreszahlen. „Das wird allerdings eine Herausforderung.“ Im Moment schaue man sich fünf Optionen an, bei denen Produkte aus anderen ZF-Fabriken nach Gelsenkirchen verlagert werden.

Nach Angaben der IG Metall kommen Arbeitnehmervertreter und Management am nächsten Freitag wieder zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Gewerkschaftssekretär Jörn Meiners erhofft sich dann weitere Informationen zu der möglichen Lösung. „Als sich der Gesamtbetriebsrat vor einigen Wochen neu konstitutiert hat, hat man uns von zarten, positiven Signalen berichtet“, sagt Meiners. Gesamtbetriebsratschef Achim Dietrich wollte sich am Montag nicht zu den Chancen für den Standort Schalke äußern.

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