Das advanced TrainLab ist ein Versuchsträger der Deutschen Bahn, in dem innovative Technologien erprobt werden können, schreibt
Das advanced TrainLab ist ein Versuchsträger der Deutschen Bahn, in dem innovative Technologien erprobt werden können, schreibt ZF. Mithilfe dessen ist es möglich, die Erprobung von Innovationen für den Eisenbahnsektor in einem geschützten Rahmen vorzunehmen. Auf Grund der hohen Auslastung im Fahrgastbetrieb ist die Bereitstellung eines Testfahrzeugs häufig aufwändig und planungsintensiv. Um diesen aufwändigen und oft unmöglichen Prozess in die Praxis umzusetzen, verkürzt das advanced TrainLab der Deutschen Bahn den Weg von der Idee zur Realität. Das Versuchsfahrzeug besteht aus einem Triebzug der Baureihe 605 (auch bekannt als ICE-TD), der alle Anforderungen an ein modernes Testfahrzeug erfüllt. Im Bild das advanced TrainLab bei der Fahrt von Halle (Saale) nach Berlin. (Foto: Kai Michael Neuhold)
Schwäbische Zeitung

ZF kooperiert laut Pressemitteilung mit der Deutsche Bahn AG bei der Erprobung neuer Technologien im Eisenbahnsektor mit „connect@rail“, einem, wie es heißt, „fortschrittlichen System für Condition Monitoring“. Dieses erlaube umfangreiche Zustandserkennung von Komponenten des „advanced TrainLabs“ – einem Versuchsträger der DB auf Basis eines ICE-TD, der derzeit zu Erprobungszwecken auf den Gleisen der Bundesrepublik unterwegs ist.

Darüber hinaus ermögliche „connect@rail“, die Schieneninfrastruktur auf potenzielle Gefahrenstellen zu überprüfen. So könne die Sicherheit und Effizienz im Bahnverkehr weiter gesteigert werden, schreibt die ZF-Pressestelle weiter.

Immer mehr Menschen streben nach Mobilität. Alleine in Deutschland pendeln 18,4 Millionen Menschen täglich zur Arbeit – das sind 59,4 Prozent aller Beschäftigten. Tendenz: steigend. Der Pkw sei dabei noch immer die erste Wahl für Arbeitnehmer. Doch Staus, Parkplatzmangel und steigende Emissionen erfordern ein Umdenken, schreibt ZF. Wenn der Bahnverkehr eine größere Rolle im Mobilitätsmix der Gesellschaft spielen soll, müssen Züge Auslastungsspitzen und schnelleren Taktraten standhalten sowie effizienter im Fahrbetrieb agieren. Zudem gilt es, Ausfälle zu vermeiden.

Die Deutsche Bahn erforscht deswegen mit dem „advanced TrainLab“ – einem rollenden Versuchslabor auf Basis eines Triebzugs der Baureihe 605 (ICE-TD) – den Einsatz neuer, innovativer Technologien, um diese Ziele zu erreichen. ZF kooperiert mit der DB und hat sein „connect@rail“-System in das dieselelektrische Gespann installiert. „Der Erprobungszug der DB bietet eine einmalige Gelegenheit, unser fortschrittliches Condition-Monitoring-System unter realen Bedingungen zu testen“,sagt Klaus Geißdörfer, Leiter der ZF-Division Industrietechnik die Zusammenarbeit. „Unser Unternehmen arbeitet unter dem Leitwort Mobility-Life-Balance über alle Geschäftsfelder auf das Ziel einer sauberen und sicheren Mobilität hin. Und zwar für alle Menschen jederzeit, trotz aktueller Herausforderungen. ZF-Technologien wie ‚connect@rail‘ helfen dabei, die Effizienz und Sicherheit aller Fahrzeugarten zu steigern.“

Das „advanced TrainLab“ rollt bereits seit November letzten Jahres. Das System von ZF ist laut Pressemitteilung beim letzten Upgrade des Zuges Ende August installiert worden.

Für den Einsatz im „advanced TrainLab“ verbaut ZF kabellose Beschleunigungssensoren auf dem ungefederten Drehgestell des Zuges, das zusätzlich auch das Temperaturverhalten, die Schwingungen und Vibrationen sowie die Neigung des Zugs erfassen kann. Außerdem kann der Rad-Schiene-Kontakt kontrolliert werden. Somit ermöglicht „connect@rail“ nicht nur die Überwachung des Fahrzeug-, sondern auch des Gleiszustands.

Die Mess- und Streckendaten werden an die ZF IoT Cloud übermittelt und können zur Auswertung und Visualisierung via Computer oder Mobilgerät ausgelesen werden. Der Betreiber erhält so in Echtzeit Analysen, die ihm helfen, den Zustand des Fahrzeuges und der Infrastruktur zu erkennen und Wartungszyklen zustandsbezogen zu planen. Dies gewährleistet einen reibungslosen und kostenoptimierten Betrieb der gesamten Flotte, schreibt ZF weiter. Fahrgäste würden dadurch letztlich von einem effizienteren Schienenverkehr und erhöhter Fahrzeugverfügbarkeit profitieren..

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