ZF bietet Räume für Kunst des Arbeitsalltages

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Industrie- und Landschaftsmaler H.D. Tylle (links) bei der Übergabe der drei Bilder an ZF-Finanzvorstand und Arbeitsdirektor Dr.
Industrie- und Landschaftsmaler H.D. Tylle (links) bei der Übergabe der drei Bilder an ZF-Finanzvorstand und Arbeitsdirektor Dr. (Foto: pr)
Schwäbische Zeitung

Der Industrie- und Landschaftsmaler Hans-Dieter Tylle dokumentiert Szenen aus ZF-Montage und Fertigung. Seine Ausstellung mit drei Gemälden ist im Forschungs- und Entwicklungszentrum sowie im ZF-Werk 2 zu sehen. Seine Bilder sind eine Reise durch die Entstehungsorte in Friedrichshafen.

Der international anerkannte Maler Hans-Dieter Tylle gilt als moderner Chronist der Arbeitswelt. In rund drei Jahrzehnten hat er mehr als 1400 Werke geschaffen. Jetzt präsentiert der Künstler drei Gemälde bei ZF. Zwei davon zeigen Motive aus dem ZF-Arbeitsalltag in Montage und Fertigung. Das dritte Werk der kleinen Ausstellung ist ein Landschaftsgemälde vom Bodensee.

Bei Hans-Dieter Tylle, kurz H.D. Tylle, wandelt sich die Werkhalle zum Atelier. Der Künstler, der sich malerisch mit Motiven aus der Arbeitswelt auseinandersetzt, hat auch ZF in sein Projekt „Deutschlandreise“ einbezogen. Nach Stationen bei Industrieunternehmen wie Merck in Darmstadt, BMW in München, dem Gipshersteller Knauf in Iphofen oder den Badischen Stahlwerken in Kehl, macht der Maler jetzt auch Halt bei ZF in Friedrichshafen. Hier stellt er drei Gemälde für kurze Zeit im Foyer des ZF-Forschungs- und Entwicklungszentrums (FEZ) aus und danach bis Ende September kommenden Jahres vor dem Mitarbeiterkasino im Werk 2. In der Montage und Fertigung sind die Skizzen entstanden, nach denen der Künstler seine Bilder gemalt hat. „Ziel des Projektes war es, einen authentischen Blick auf die industriellen Arbeitswelten in unserem Land zu werfen“, sagt Tylle. Es geht ihm darum, eine „Farbspur“ als positives Zeichen für den Standort Deutschland zu hinterlassen. Dabei setzt sich Tylle künstlerisch mit den dynamischen Prozessen und modernen Technologien in Industrieunternehmen auseinander. Als Ergebnis sind insgesamt 35 großformatige Ölbilder geplant, mit denen der gebürtige Bayreuther auf eine zweijährige Deutschlandreise geht. Der Künstler wurde 1954 geboren. Nach seinem Abitur studierte er Freie Kunst in Kassel. 1982 wurde Tylle in Karlsruhe mit dem ersten Preis im Wettbewerb „Die Arbeitswelt in der Bildenden Kunst“ ausgezeichnet. Seit 2002 verlagerte der Maler sein Schaffen in die USA, wo er auch heute noch einige Monate im Jahr lebt. In den Vereinigten Staaten entstanden 121 Gemälde aus der amerikanischen Arbeitswelt. Für das Grohmann-Museum „Man at Work“ in Milwaukee/USA entwarf der Künstler acht große Glasfenster, ein Fußbodenmosaik, schuf ein 65 Quadratmeter großes Deckengemälde sowie ein 32 Quadratmeter großes Außenwandgemälde.

Hohe Wertschätzung

„Dass die Motive in unserem Unternehmen entstanden sind, ist eine hohe Wertschätzung und Motivation für unsere Mitarbeiter. Deshalb möchten wir ihnen mit der Ausstellung bei ZF die Möglichkeit geben, sich selbst ein Bild davon zu machen“, sagt ZF-Finanzvorstand und Arbeitsdirektor Dr. Konstantin Sauer. Kunst und Kultur haben bei ZF einen hohen Stellenwert. Seit 20 Jahren gibt es bei ZF eine eigene Kunststiftung. Gefördert werden ausschließlich gemeinnützige Projekte aus verschiedenen Kulturbereichen: Neben bildender Kunst und Musik sind auch Literatur und Theater vertreten. Ein Förderschwerpunkt liegt auf der Vergabe von Stipendien. Pro Jahr vergibt das Unternehmen zwei Stipendien an Künstler.

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