Aktionstag: Zeichen setzen gegen Gewalt gegen Frauen

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Die Frauen und Familienbeauftragte des Kreises, Martina Wäscher-Göggerle, unterstützt den Arbeitskreis „Frauen Bodenseekreis“ beim „Orange Day“. (Foto: vwg)
Schwäbische.de

Gewalt an Frauen ist weltweit die häufigste Menschenrechtsverletzung, die auch durch die Situation im Iran wieder in das Zentrum der Öffentlichkeit rückt. Am Freitag, 25. November, dem internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und Mädchen, setzt der Arbeitskreis „Frauen Bodenseekreis“ ein sichtbares Zeichen gegen die Gewalt an Frauen und Mädchen. Die Organisatorinnen hoffen auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei den Veranstaltungen. Sie sagen: „Wer an einer der Veranstaltungen teilnimmt, setzt ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen.“

Auch in diesem Jahr hat sich der Arbeitskreis „Frauen Bodenseekreis“ gemeinsam mit dem Zonta Club Bodensee-Allgäu eine besondere Aktion überlegt, um auf das gesellschaftliche Problem aufmerksam zu machen und um Kontaktstellen und Hilfsangebote bekannt zu machen.

Infostände am Rathaus

An dem Tag präsentieren sich von 8 bis 12 Uhr die verschiedenen Kontakt- und Beratungsstellen der Stadt Friedrichshafen und des Bodenseekreises, die Opfern von häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt beratend und helfend zur Seite stehen, direkt beim Rathaus Friedrichshafen auf dem oberen Kirchplatz.

Dort gibt es auch Informationen zu bundesweiten Beratungsangeboten, wie beispielsweise dem Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Unter der Nummer 08000 / 116 016 und via Online-Beratung werden Betroffene aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung, 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr, unterstützt. Auch Angehörige, Freundinnen und Freunde sowie Fachkräfte werden hier anonym und kostenfrei beraten.

Polizei steht als Ansprechpartner zur Seite

Aber auch die Polizeidienststellen vor Ort stehen allen Betroffenen rund um die Uhr als Ansprechpartner zur Seite und sind die richtigen Anlaufstellen für eine Anzeigeerstattung.

Die Veranstalterinnen laden auch auf den Wochenmarkt ein: „Alle Bürgerinnen und Bürger, die gerne auch aktiv ein Zeichen gegen Gewalt setzen möchten, können sich am Stand des Arbeitskreis ,Frauen Bodenseekreis’ eine Stofftasche für den Einkauf auf dem Wochenmarkt abholen.“

Mitmachaktion auf der orangenen Bank

Im Rahmen der 16 Aktionstage gegen Gewalt an Frauen macht der Zonta Club Bodensee-Allgäu auf das virulente Thema aufmerksam und ruft zur einer Mitmachaktion auf. In diesem Jahr aufgrund der Energiekrise unter anderem mit einer orangenen Bank, die leuchtend auf das Thema der geschlechtsspezifischen Gewalt hinweist. Sie ist mit dem Plakat versehen, auf denen geschrieben steht: „Stopp! Nein zu Gewalt gegen Frauen!

Unterstützerinnen und Unterstützer für das Thema werden aufgerufen, ein Foto oder ein Selfie auf der Bank zu machen und die Bilder zu posten, um ein gemeinsames Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu setzen.

„Gefangen im Netz“

An diesem Freitag wird um 20 Uhr im „Cinema 17“ im Karl-Maybach-Gymnasium der Film „Gefangen im Netz“ gezeigt. Einlass ist ab 19 Uhr. „Gefangen im Netz“ ist ein filmisches Experiment, dass ein Schlaglicht auf das Tabuthema Missbrauch an Kindern und Jugendlichen im Netz wirft.

Organisiert wird die Vorführung von der Frauen- und Familienbeauftragten des Bodenseekreises in Kooperation mit dem Arbeitskreis „Frauen Bodenseekreis“. Karten sind nur an der Abendkasse erhältlich.

Menschenhandel und Prostitution

Des Weiteren wird während des Aktionszeitraums der „Orange Days“ vom 2. bis 9. Dezember, im Jugend- und Kulturzentrum Molke in der Meistershofener Straße 11 in Friedrichshafen die Ausstellung „Die Loverboy-Masche – Ein Fall von Menschenhandel und Zwangsprostitution“ gezeigt. Organisiert wird sie vom Verein Arkade Misa. Eröffnet wird sie am Freitag, 2. Dezember, von 11 bis 15 Uhr. Die allgemeinen Besuchszeiten der Ausstellung sind am 3. Dezember, 7. Dezember und 8. Dezember jeweils von 17 bis 19 Uhr.

Weitere Informationen

Gewalt beginnt aber nicht erst mit Schlägen. Auch Bedrohungen, Beschimpfungen, Belästigungen und Kontrolle durch den Partner oder die Partnerin sind Formen von Gewalt. Sie kann Menschen aller sozialen Schichten und jeden Alters treffen: Zuhause, in der Öffentlichkeit, am Arbeitsplatz oder online. Betroffen von sogenannter Partnerschaftsgewalt sind vor allem Frauen, aber auch Männer.

In Deutschland ist jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben von körperlicher und/oder sexualisierter Gewalt betroffen. Etwa jede vierte Frau wird mindestens einmal Opfer körperlicher oder sexualisierter Gewalt durch ihren aktuellen oder früheren Partner.

Organisiert wird der „Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen“ im Bodenseekreis vom Arbeitskreis „Frauen Bodenseekreis“, dem das AWO Frauen- und Kinderschutzhaus Bodenseekreis, die AWO-Fachberatungsstelle bei geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt an Frauen, die Beratungsstelle für Frauen in Not und Trennungssituationen und die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Friedrichshafen, die Caritas Bodensee Oberschwaben, die Frauen- und Familienbeauftragten, das Jobcenter des Landkreises sowie das Polizeipräsidium Ravensburg angehören.

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