Zahl der Unfälle auf dem Bodensee steigt

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 Die Wasserschutzpolizei ist dem 536 Quadratkilometer großen Bodensee jeden Tag unterwegs.
Die Wasserschutzpolizei ist dem 536 Quadratkilometer großen Bodensee jeden Tag unterwegs. (Foto: Nadine Sapotnik)

Die Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei rücken regelmäßig zu Unfällen aus – einige davon bleiben auch ihnen im Gedächtnis:

März 2018:

Ein 65-jähriger Berufstaucher taucht bis zu 58 Meter tief, um für die Stadt Meersburg etwas an der Seewasserentnahmestelle zu messen. Dabei verklemmt sich das Einlassventil seines Konstantvolumenanzugs, worauf der Taucher in kurzer Zeit an die Wasseroberfläche schießt. Seine Kollegen bringen ihn sofort in die Druckkabine, die sich an Bord befindet. Er wird zur weiteren Druckkammerbehandlung ins Krankenhaus gebracht und überlebt den Unfall.

April 2018: Zwei Kanufahrer machen sich trotz Sturmwarnung aus Hagnau auf den Weg in Schweiz. Sie kentern. Eine Person kann sich in sein Kanu retten, die andere klammert sich am Kanu und der anderen Person so lange fest, bis die Wasserschutzpolizei eintrifft. Beide Personen werden mit starker Unterkühlung ins Klinikum gebracht – der See hat zu dem Zeitpunkt eine Wassertemperatur von sieben Grad Celsius.

Juli 2018:

Eine Familie übernachtet auf ihrem Boot. Als die Eltern noch unter Deck sind, möchte die Tochter das Boot verlassen, um zur Toilette zu gehen. Als sie von der Heckplattform zur Steigleiter steigt, fällt sie bewusstlos in den Bodensee. Die Eltern hören das laute Geräusch und stürmen an Deck. Sie suchen sofort ihre Tochter im Wasser. Der Vater findet das Mädchen auf dem zwei Meter tiefen Seegrund, zieht sie auf die Heckplattform und beginnt sofort, sie zu reanimieren. Das Mädchen kommt ins Krankenhaus und wird dort behandelt. Zehn Tage später teilt der Vater mit, dass seine Tochter keine bleibenden Schäden von dem Unfall davongetragen hat.

Juli 2018:

Aus unbekannter Ursache stürzt ein Eigentümer eines Motorboots in das Hafenbecken in Friedrichshafen und ertrinkt.

August 2018:

Eine Familie mit drei Kindern möchte den Gnadensee überqueren. Plötzlich zieht ein Sturm auf – das Boot kentert. Alle Familienmitglieder tragen Rettungswesten und können so nach kurzer Zeit von den Einsatzkräften der Wasserschutzpolizei gerettet werden.

Oktober 2018:

Durch einen technischen Defekt gerät ein Motorboot im Hafen von Kressbronn in Brand. Die Flammen schlagen auf das benachbarte Motorboot, das daraufhin brennend durch den Hafen treibt und weitere Boote beschädigt. (sapo)

Allein im baden-württembergischen Teil des Sees verloren acht Menschen ihr Leben. Das sind die Gründe.

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Die Einsatzkräfte der Wasserschutzpolizei rücken regelmäßig zu Unfällen aus – einige davon bleiben auch ihnen im Gedächtnis:

März 2018:

Ein 65-jähriger Berufstaucher taucht bis zu 58 Meter tief, um für die Stadt Meersburg etwas an der Seewasserentnahmestelle zu messen. Dabei verklemmt sich das Einlassventil seines Konstantvolumenanzugs, worauf der Taucher in kurzer Zeit an die Wasseroberfläche schießt. Seine Kollegen bringen ihn sofort in die Druckkabine, die sich an Bord befindet. Er wird zur weiteren Druckkammerbehandlung ins Krankenhaus gebracht und überlebt den Unfall.

April 2018: Zwei Kanufahrer machen sich trotz Sturmwarnung aus Hagnau auf den Weg in Schweiz. Sie kentern. Eine Person kann sich in sein Kanu retten, die andere klammert sich am Kanu und der anderen Person so lange fest, bis die Wasserschutzpolizei eintrifft. Beide Personen werden mit starker Unterkühlung ins Klinikum gebracht – der See hat zu dem Zeitpunkt eine Wassertemperatur von sieben Grad Celsius.

Juli 2018:

Eine Familie übernachtet auf ihrem Boot. Als die Eltern noch unter Deck sind, möchte die Tochter das Boot verlassen, um zur Toilette zu gehen. Als sie von der Heckplattform zur Steigleiter steigt, fällt sie bewusstlos in den Bodensee. Die Eltern hören das laute Geräusch und stürmen an Deck. Sie suchen sofort ihre Tochter im Wasser. Der Vater findet das Mädchen auf dem zwei Meter tiefen Seegrund, zieht sie auf die Heckplattform und beginnt sofort, sie zu reanimieren. Das Mädchen kommt ins Krankenhaus und wird dort behandelt. Zehn Tage später teilt der Vater mit, dass seine Tochter keine bleibenden Schäden von dem Unfall davongetragen hat.

Juli 2018:

Aus unbekannter Ursache stürzt ein Eigentümer eines Motorboots in das Hafenbecken in Friedrichshafen und ertrinkt.

August 2018:

Eine Familie mit drei Kindern möchte den Gnadensee überqueren. Plötzlich zieht ein Sturm auf – das Boot kentert. Alle Familienmitglieder tragen Rettungswesten und können so nach kurzer Zeit von den Einsatzkräften der Wasserschutzpolizei gerettet werden.

Oktober 2018:

Durch einen technischen Defekt gerät ein Motorboot im Hafen von Kressbronn in Brand. Die Flammen schlagen auf das benachbarte Motorboot, das daraufhin brennend durch den Hafen treibt und weitere Boote beschädigt. (sapo)

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