Linus Engelmann im Angriff gegen Schwaig.
Linus Engelmann im Angriff gegen Schwaig. (Foto: günter kram)
Gunthild Schulte-Hoppe

Mit einem Punktgewinn gegen den SV Schwaig haben die Volley Youngstars Friedrichshafen ihr Doppelheimspielwochenende in der 2. Bundesliga Süd abgeschlossen. Trotz 2:3-Niederlage (21:25, 25:21, 23:25, 25:22, 11:15) war die Stimmung danach bestens. Tags zuvor hatten die Jungs vom Bundesstützpunkt mit 1:3 (21:25, 27:25, 19:25, 21:25) gegen TV/DJK Hammelburg verloren.

„Youngstars – Youngstars“, riefen die Zuschauer in der Häfler ZF-Arena noch Minuten nach dem Spiel. Der Grund für die stehenden Ovationen: Das junge Team von Trainer Adrian Pfleghar hatte soeben den ersten Punkt vor heimischem Publikum geholt. Es war der zweite überhaupt in der Saison. „Wir werden von Spiel zu Spiel besser und können jetzt beginnen, die Früchte unserer Arbeit zu ernten“, freute sich Pfleghar nach dem Spiel gegen Schwaig. „Trotz Niederlage ist es auf jeden Fall ein gewonnener Punkt.“

Teils schwindelig gespielt

Phasenweise haben die Youngstars ihre Gäste schwindelig gespielt. Vor allem der später zum MVP gewählte Benedikt Waldinger und Kapitän Leon Zimmermann machten im Angriff immer wieder auf sich aufmerksam – gut bedient von Zuspieler Tobias Habermaas. Nach dem Gewinn des zweiten Satzes waren die Häfler nah dran, auch Durchgang drei für sich zu entscheiden, überließen aber Schwaig nach 22:22-Gleichstand das Punkten. Nach kurzer Verschnaufpause rappelten sie sich, begleitet von „Auf geht’s“-Rufen von der Tribüne, wieder auf und erkämpften sich den vierten Satz. Erst im Tiebreak konnten sie den Gästen nicht genügend Paroli bieten.

Tags zuvor waren die Youngstars Jungs in etwas anderer Besetzung – Tobias Hosch spielte anstelle von Habermaas zu – mit einer 1:3-Niederlage (21:25, 27:25, 19:25, 21:25) ins Volleyballjahr 2019 gestartet. Dabei kam es zum Duell zwischen dem Häfler Severin Hauke und seinem Vetter, dem drei Jahre älteren Ex-Youngstar Moritz Rauber. „Eigentlich war es ein ganz normales Spiel. Aber mit dem besonderen Anreiz, jeden Punkt unbedingt machen zu wollen“, sagte Severin nach dem Spiel. „Es ist ein netter Kampf, gegen einen Familienangehörigen zu spielen“, fand Moritz. Die beiden Außenangreifer legten sich mächtig ins Zeug, sorgten für die eine oder andere sehenswerte Szene und wurden nach der Partie als wertvollste Spieler ausgezeichnet. Die Familie hatte von der Tribüne aus mitgefiebert. „Ich habe mich neutral verhalten, ich bin immer für beide“, gab sich Großvater Emil Rauber diplomatisch.

Nach der souveränen Leistung und dem Punktgewinn zog Kapitän Leon Zimmermann ein positives Fazit des Wochenendes: „So ein Wochenende gibt neue Motivation. Man merkt, dass wir viel mehr ein Team geworden sind.“ Für die bevorstehenden Spiele gibt er sich kämpferisch: „Die Rückrunde hat begonnen. Wir kennen alle Mannschaften. Ich bin gespannt, was wir aus den Spielen herausholen können.“

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