WYC will im Champions-League-Finale unter die Top Ten

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Mit dem Sieg beim Qualifier-Event im August in Tutzing (unser Foto) hat der Württembergische Yacht-Club den Startplatz fürs Fina
Mit dem Sieg beim Qualifier-Event im August in Tutzing (unser Foto) hat der Württembergische Yacht-Club den Startplatz fürs Finale der Sailing Champions League geholt. Auf Sardinien werden wie in Tutzing Conrad Rebholz (l.) und Jakob Gruber (Mitte) sowie Felix Diesch und Carlo Schnetz segeln. (Foto: Volker Goebner/WYC)
Schwäbische Zeitung

Zum Abschluss der recht kurzen Segelsaison geht es um den ganz großen Pokal: 27 Yachtclubs aus 14 europäischen Nationen sind bereit, um die prestigeträchtige silberne Trophäe im Finale der Sailing Champions League (SCL) zu segeln, das vom 15. bis 18. Oktober in Porto Cervo auf Sardinien, Italien, stattfinden wird. An dem Wettbewerb nehmen die besten Teams jeder nationalen Segelliga aus dem Jahr 2019 teil sowie die besten Teams, die sich durch das Qualifier-Event im August am Starnberger See qualifiziert haben – allen voran der der Württembergische Yacht-Club, der den Qualifikations-Wettkampf in Tutzing überraschend gewonnen hatte.

Doch beim Finale sind andere Teams die Favoriten. Ganz vorne unter den Sieganwärtern befinden sich namhafte Kandidaten wie der Norddeutsche Regatta Verein aus Deutschland, der gerade erst die deutsche Meisterschaft gewonnen hat, der Royal Danish Yacht Club und das Akhmat National Sailing Team aus Russland. Aber auch die Spitzenteams aus Österreich, Schweden und der Schweiz haben bei der viertägigen Regatta in Porto Cervo mehr als nur Außenseiterchancen auf einen Sieg. Mit von der Partie ist auch der SMC Überlingen.

Und auch der WYC rechnet sich duraus etwas aus. Schließlich kann das Team um Conrad Rebholz, Felix Diesch, Jakob Gruber und Carlo Schnetz mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein in das Finale gehen. Denn mit Rebholz und Gruber ist zumindest die Hälfte der Crew, die im August das Qualifier-Event in Tutzing gewonnen hat, wieder an Bord. Rebholz ist zudem voriges Jahr beim SCL-Finale in der Schweiz mitgesegelt. Alle vier WYC-Crewmitglieder waren kürzlich bei der J70-Regatta in Überlingen dabei – und auch in Porto Cervo wird auf diesem Bootstyp gesegelt, der zugleich auch in der Bundesliga eingesetzt wird.

Rebholz erwartet wechselhaftes Wetter: „Der Sommer ist auch dort vorbei. Ein Tief soll über Sardinien ziehen.“ Ziel der Häfler Segler ist ganz klar ein Platz in den Top Ten. „Es sind ein paar Vereine dabei, die eher starkwinderfahren sind als wir“, ist Rebholz vorsichtig. „Wir waren schon einmal zu einer J70-WM in Porto Cervo. Da konnte man drei Tage lang wegen zu starkem Wind nicht segeln“, erinnert sich der Steuermann.

Vorsicht ist auch sonst oberstes Gebot. „Die Homepage vom Auswärtigen Amt war in den vergangenen Tagen bei mir ständig offen“, sagt Conrad Rebholz. Die deutschen Segler brauchen derzeit keinen Corona-Test, um in Italien einzureisen, nur die derzeit üblichen Registrierungen sind vorgeschrieben. Im gastgebenden Club selbst wird – wie schon in Tutzing – täglich beim Betreten des Geländes die Körpertemperatur gemessen. Das Rahmenprogramm wird sich auf das nötigste beschränken. „Wir werden sehen, welche Bedingungen wir dort vorfinden werden und welche Teams tatsächlich anreisen“, geht Rebholz die Sache mit der nötigen Ruhe an.

Oliver Schwall, Geschäftsführer der Sailing Champions League, freut sich dennoch auf das Finale vor der Costa Smeralda: „Dies wird ein spannender und großartiger Abschluss für die Champions-League-Saison 2020.“

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