Mit dem kalten und windigen Wetter auf dem Starnberger See kam das WYC-Team beim Start in die Segel-Bundesliga nicht zurecht.
Mit dem kalten und windigen Wetter auf dem Starnberger See kam das WYC-Team beim Start in die Segel-Bundesliga nicht zurecht. (Foto: Lars Wehrmann)
Schwäbische Zeitung

Enttäuschender Start in die Segelbundesliga: Trotz vielversprechendem ersten Tag belegte das Team des Württembergischen Yacht-Clubs am vergangenen Wochenende in Starnberg nur Platz zwölf.

Mit drei zweiten und einem ersten Platz in den sechs Rennen am Freitag hätte das Team, bestehend aus Dennis Mehlig, Marvin Frisch, Lukas Ammon und Yannick Hafner, gut angefangen, heißt es in einer Pressemitteilung des Clubs. Nachdem am Samstag der Wind unregelmäßiger und deutlich stärker wurde, hätten sich aber die Fehler summiert.

Daraus resultierten eine Reihe von letzten und vorletzten Plätzen in dem jeweils sechs Boote großen Startfeld. „Da zeigten sich doch noch einige Schwächen“, gab Marvin Frisch zu. Die Bilanz wurde aber nicht besser als der Wind am Sonntag wieder abflaute. „Wir waren zu unentschlossen, sind zu oft durch die Mitte gefahren. Wir hätten nicht so konservativ fahren sollen“, analysiert Frisch. „So viele schlechte Ergebnisse machen sich dann auch im Kopf bemerkbar, wir hatten am Ende unsere Ideen auch nicht mehr konsequent durchgezogen.“ Sieger des Spieltags wurde der Berliner VSaW mit souveränen zehn Punkten Vorsprung. Bestes Team vom Bodensee war der SMC Überlingen auf Rang sechs.

Wiedergutmachung in der Champions League

Coach Jochen Frik hat nun nur ein paar Tage Zeit, um das Team moralisch wieder aufzubauen. Denn ab Donnerstag segelt der WYC auf internationaler Bühne. In Palma de Mallorca findet vom 9. bis 12. Mai die erste Qualifikations-Regatta für das Finale der Champions League statt. Als Dritter der Bundesliga 2018 ist der Häfler Verein dort startberechtigt. Ins Rennen geht fast die gleiche Crew wie in Starnberg. Nur Marvin Frisch wird nicht mit nach Palma kommen, hatte Team-Manager Klaus Diesch schon vor einiger Zeit festgelegt. Für ihn wird Kevin Mehlig an Bord gehen.

„Unsere Jungs haben das Zeug, in Palma unter die ersten Acht zu segeln und sich damit für das Finale in Sankt Moritz zu qualifizieren“, stärkt Diesch der Mannschaft den Rücken. „Das Team ist untereinander gut abgestimmt und hat sich am Gardasee beim Training gut vorbereitet.“ Dennis Mehlig geht davon aus, dass die Enttäuschung aus Starnberg bis zum Start in Palma verarbeitet ist.

WYC schickt Nachwuchs zur Junioren-Liga

Während die alten Hasen international segeln, bekommt die Jugend am gleichen Wochenende die Chance, sich in der Junioren-Liga zu bewähren. Wiederum in Starnberg, diesmal beim Bayerischen Yacht-Club, gehen die Häfler gegen 24 Teams ins Rennen. Für den WYC starten in Starnberg Justin Venger, Tobias Sieweke, Lasse Klein und Oliver Munz. Das Quartett wird den WYC das erste Mal in der Junioren-Liga vertreten. „Die Crew soll als Junioren-Team zusammenwachsen. In Starnberg sollen sie Spaß am Liga-Format gewinnen und nur einigermaßen über die Runden kommen, mehr Erwartungen haben wir nicht“, so Diesch.

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