WYC ist zum Abschluss noch mal gut unterwegs

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Das Team des Württembergischen Yacht-Clubs – Dennis Mehlig, Lukas Ammon und Felix Diesch (von rechts) sowie Kevin Mehlig (verdec
Das Team des Württembergischen Yacht-Clubs – Dennis Mehlig, Lukas Ammon und Felix Diesch (von rechts) sowie Kevin Mehlig (verdeckt) – legte sich beim Liga-Finale in Glücksburg voll ins Zeug. Trotz eines hervorragenden vierten Platzes auf der Schlei konnte sich der WYC in der Jahreswertung nicht mehr wie angestrebt verbessern. Der WYC schließt die 1. Liga 2019 auf Rang sieben ab. (Foto: Lars Wehrmann/DSBL)
Schwäbische Zeitung

Die Entscheidung ist gefallen: Der Verein Seglerhaus am Wannsee (VSaW) ist neuer deutscher Meister im Segeln. Dem Team aus Berlin reichte ein achter Platz am letzten Spieltag der Segel-Bundesliga in Glücksburg, um sich den Titel zu sichern. Besser als der neue Meister schnitt die Mannschaft des Württembergischen Yacht-Clubs (WYC) auf der Ostsee ab. Die Crew um Dennis und Kevin Mehlig, Lukas Ammon und Felix Diesch segelte zum Abschluss der Saison auf einen ausgezeichneten vierten Rang. In der Gesamtwertung beendet der WYC damit die Saison 2019 auf Platz sieben.

Im großen Showdown um die Meisterschaft segelten die 18 besten Segelclubs aus ganz Deutschland drei Tage lang ihren Sieger aus. Nach 16 Wettfahrten standen vier erste Plätze sowie vier zweite Plätze auf dem Konto des WYC-Teams. Steuermann Dennis Mehlig lobte seine Crew: „Die Jungs haben eine klasse Leistung gezeigt. Seglerisch haben wir wohl das beste Event in diesem Jahr abgeliefert, auch wenn es diesmal am Ende knapp nicht aufs Treppchen gereicht hat.“ Das Team ist in Erwartung frischer Herbstwinde in Norddeutschland mit einer sehr athletischen Crew in Glücksburg an den Start gegangen. „Trotz weniger Wind als erwartet hat es mit dem Bootsspeed und der Manövertechnik perfekt gepasst“, analysierte Dennis Mehlig.

Trotz gutem Ergebnis beendet der WYC die Saison auf Platz sieben

Auf der ersten Kreuzstrecke nach dem Start war das WYC-Team fast immer unter den ersten drei Booten zu finden. Doch die Luvtonne lag laut WYC sehr nah am Ufer und die Winddreher dort waren schwer einzuschätzen. Denn in unmittelbarer Nähe zum Glücksburger Segelrevier liegt ein Hügel, der eine erhebliche Windabdeckung, Winddreher und auch Flautenlöcher verursachte. „Auch wenn es hier im Norden grotesk klingt, aber dieser Berg neben dem Glücksburger Hafen hat uns mürbe gemacht“, so Mehlig. Vor dem dritten Tag war das WYC-Team gut im Rennen, hatte noch einige Chancen. „Wir haben heute nochmal alles gegeben“, sagte Steuermann Mehlig am Samstagabend. „Mit den Plätzen zwei, drei, zwei und vier in den letzten vier Wettfahrten waren wir gut unterwegs. Aber auch die Teams an der Spitze haben sehr gute Platzierungen hingelegt, haben kaum geschwächelt, so dass da heute nichts mehr zu machen war. Wir konnten keine Plätze gutmachen.“ Statt in der Liga-Gesamtwertung vorzurücken, blieb der WYC trotz des guten Ergebnisses in Glücksburg auf dem siebten Rang stehen.

Der Düsseldorfer YC gewann den Event in Glücksburg – und behauptete sich damit zwei Punkte vor dem WYC in der Jahreswertung auf Rang fünf. Der Abstand in Punkten auf Rang vier – der letzte Qualifikationsplatz für die Champions League – betrug zum Schluss für den WYC nur noch drei Zähler. „Das hat unsere Leistung in Glücksburg zwar nicht belohnt – aber wir sehen das insgesamt als sehr gute Jahresleistung“, sagte Mehlig, der dem neuen Meister aus Berlin gratulierte: „Der VsaW ist verdient deutscher Meister. Sie haben viele gute Segler, die aber in den Vorjahren oft Nerven gezeigt haben. Dieses Jahr haben sie es cool und abgezockt vom ersten Event an durchgezogen.“

Vizemeister wurde der WV Hemelingen (Bremen), Vorjahressieger NRV aus Hamburg kam noch auf den dritten Rang. Beide Vereine segeln im nächsten Jahr gemeinsam mit dem VsaW und dem Bayerischen Yacht-Club (Platz vier) in der Champions League. Der WYC ist in der Königsklasse nicht mehr dabei, wird aber auch 2020 in der ersten Liga segeln – als einer von nur noch fünf Vereinen ununterbrochen im achten Jahr seit der Gründung der Liga.

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