Wunschzettelaktion in Friedrichshafen startet jetzt

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Vier Personen stehen in einer Buchhandlung
Die Weihnachtsbaumaktion der Soroptimist club Friedirchshafen hat begonnen. Die Wunschzettel sind in der Buchhandlung Fiederer erhältlich. (von links) Svenia Bormuth, Anita Schraff, Thomas Fiederer und Gertrud Schlegel. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Der Soroptimist International Club Friedrichshafen startet in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt des Bodenseekreises ab sofort seine Weihnachtswunschaktion. Allein in Friedrichshafen konnten die Mitarbeiter des Jugendamtes 160 Wünsche von Kindern und Jugendlichen ermitteln. Mit den weiteren Wunschzettelstandorten in Markdorf, Meckenbeu-ren, Kehlen, Tettnang und Kressbronn kommen insgesamt 500 Wünsche zusammen, die den Kindern erfüllt werden sollen. Hier ist das Engagement der Bürger gefragt.

Die Idee hinter der Weihnachtsaktion von Soroptimist ist es, Familien, die keine Geschenke für ihre Kinder kaufen können, zu unterstützen. Bücher, Spielzeug oder Bekleidung – die Wünsche der Kinder werden vom Jugendamt ermittelt und anonymisiert, sodass keine Namen oder Adressen öffentlich bekannt gegeben werden. „Junge, fünf Jahre wünscht sich ein Spielzeugauto“, steht beispielsweise auf einem Wunschzettel, in Form eines Geschenkanhängers. Bürger können sich an den Wunschzettel-Standorten einen solchen Geschenkanhänger mitnehmen, das Gewünschte kaufen und verpackt wieder am gleichen Standort abgeben. Wichtig dabei ist, dass der Wunschzettel außen auf dem Geschenk angebracht wird, damit hinterher der oder die Beschenkte richtig zugeordnet werden kann.

Seit 2007 gibt es die Weihnachtsbaumaktion und bisher „ist eine Spendensumme von über 100 000 Euro zusammengekommen“, freut sich Gertrud Schlegel von Soroptimist.

Dank des beeindruckenden bürgerschaftlichen Engagements ist es bisher jedes Jahr gelungen, sämtliche Kinderwünsche zu erfüllen. Das wünscht der Soroptimist Club Friedrichshafen auch in diesem Jahr wieder. Der Ablauf ist dabei ganz einfach: in einem der Standorte (siehe Kasten) einen Zettel aussuchen, das Geschenk besorgen, verpacken und an den gleichen Standort bis spätestens Montag, 9. Dezember, wieder zurückbringen. Der Abgabetermin sollte eingehalten werden, damit das Jugendamt Zeit hat, die Geschenke den jeweiligen Familien zukommen zu lassen.

Sicher ist, dass der Bedarf da ist. Obwohl der Bodenseekreis zu einer wirtschaftlich prosperierenden Gegend zählt, sind auch hier Familien von Armut nicht verschont. Seit Beginn der Aktion hat sich die Zahl der gemeldeten Wünsche verdreifacht. Für den Fall, dass ein Wunschzettel nicht zurückkommt, springt Soroptimist ein. „Dafür haben wir ein Spendenkonto eingerichtet“, erklärt Sylvia Reck. Die Bankdaten können der Internetseite der Soroptimist Club Friedrichshafen unter dem Link „Fundraising“ entnommen werden.

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