Diakon Wolfgang Knüfer wurde mit der Staufer Medaille ausgezeichnet (von links): Dekan Bernd Herbinger, Marlene und Wolfgang Knü
Diakon Wolfgang Knüfer wurde mit der Staufer Medaille ausgezeichnet (von links): Dekan Bernd Herbinger, Marlene und Wolfgang Knüfer, Bürgermeister Andreas Köster. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Diakon Wolfgang Knüfer ist von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit der Staufermedaille ausgezeichnet mworden. Bürgermeister Andreas Köster überreichte Medaille und Urkunde und hielt in seiner Laudatio einen Rückblick auf das sozial engagierte Leben des Häflers. Er war erster Stadtdiakon und Mitbegründer von „Häfler helfen“ und habe weit über die über die Pflicht hinaus geholfen.

Die Staufermedaille ist eine besondere, persönliche Auszeichnung des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg für Verdienste um das Land Baden-Württemberg. Eine Medaille, die nicht täglich vergeben werde, das betonte Andreas Köster in seiner Rede. „Auch kommt es nicht oft vor, dass ein ehemaliger Angestellter der Stadt damit ausgezeichnet wird.“

Seine beruflichen Anfänge machte Wolfgang Knüfer als städtischer Bediensteter. Er war ab 1974 zunächst Sachbearbeiter im Amt für öffentliche Ordnung, später Abteilungsleiter und zwischen 1985 und 1994 stellvertretender Leiter des Sozialamtes. Als tiefgläubiger Christ wurde er zudem 1983 zum Diakon geweiht. „Sie nahmen ihre Aufgaben als Diakon ernst. Sie machten die Augen auf und blickten dorthin, wo viele nicht gerne hinsehen“, würdigte Andreas Köster das Engagement Knüfers, der zusammen mit Josef Munding, Seelsorger in der Weißenau, die Selbsthilfegruppe „Hand in Hand“ für psychisch kranke Menschen gründete.

1994 schied Wolfgang Knüfer auf eigenen Wunsch aus dem Dienst der Stadt aus. Er habe sich ausschließlich seiner caritativen und sozialen Aufgaben widmen wollen „und das weit über die üblichen Arbeitszeiten hinaus“. Auch privat habe er Bedürftigen geholfen. Er habe unkonventionell, pragmatisch, gewissenhaft und kreativ ab 1995 das Stadtdiakonat geleitet und wurde dabei von seiner Frau Marlene unterstützt“. Zusammen mit Schwester Baptista habe er eine fröhliche und lebensbejahende Atmosphäre in der Herberge geschaffen. Er war zusammen mit der Schwäbischen Zeitung Mitbegründer von „Häfler helfen“, die von 2002 bis heute über 800 000 Euro Spendengelder für das Stadtdiakonat gesammelt hat. Bis heute sei er täglich für Menschen im Einsatz.

Auch Dekan Bernd Herbinger dankte dem ehemaligen Stadtdiakonat für die Zeit, die er sich für Menschen nehmen würde „als wenn Zeit keine Rolle spielen würde“. Das sei eine seltene Gabe und Herbinger sprach von Knüfers bemerkenswerten Leistungen.

Knüfers Dank an die Mitstreiter

Wolfgang Knüfer bedankte sich für die Reden und „insbesondere bei den Menschen der Stadt, die sich selbst sozial engagieren“. Er habe sich aufgrund der Verleihung die Inhalte seiner Diakonweihe noch einmal angesehen und habe festgestellt, „dass ich stellenweise gute Ansätze habe, aber das ist nicht mir zu verdanken, sondern all denen, die dabei geholfen haben“, sagt er bescheiden. Im Laufe seiner Arbeit habe er festgestellt, „wenn Leid und Mitleid sich kreuzen, kann etwas Gutes entstehen“.

„Mir gebührt keinerlei Ehre, sondern dem dreifaltigen Gott, der hilft hier aufgefangen zu werden“, schließt er.

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