Sehen sich für die Kommunalwahlen gut positioniert: Die FDP Gemeinderatskandidaten (von links) Christian Steffen-Stiehl, Gaby La
Sehen sich für die Kommunalwahlen gut positioniert: Die FDP Gemeinderatskandidaten (von links) Christian Steffen-Stiehl, Gaby Lamparsky, Sascha Schmidt und Marco Jedzig. Bild: W. Geiselhart (Foto: Picasa)
Wilfried Geißelhart

Das Thema „Wohnungsbau“ hat für die Häfler FDP höchste Priorität. „In Friedrichshafen fehlt es weiterhin an Wohnraum in allen Preislagen und für unterschiedliche Lebenssituationen, aber auch an Baugrundstücken. Die Anstrengung zur Wohnraumbeschaffung sind fortzusetzen“, betonte Gaby Lamparsky bei der Vorstellung des FDP-Wahlprogramms im Rathaus-Café. Der Engpass an bezahlbarem Wohnraum sei allerdings nicht durch „Instrumente der Mangelwirtschaft“ wie der Mietpreisbremse oder Renditebegrenzung für Eigentümer zu lösen, so die klare Position. In puncto „Nachverdichtung“ setzt man sich für eine maßvolle Vorgehensweise ein. „Die Wohn- und Lebensqualität kann leiden, wenn Frei- und Grünflächen im nahen Umfeld fehlen“, sagt Gaby Lamparsky. „Das Grün in der Stadt und Grünzäsuren werden heute immer wichtiger für die Luftqualität und den nötigen Temperaturausgleich im Sommer.“

Für einen Ausbau und eine optimierte Taktung das ÖPNV-Netzes – auch in Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen - wollen sich die Freien Demokraten ebenfalls stark machen, wie Christian Steffen-Stiehl erklärt. „Wenn man von Oberteuringen nach Friedrichshafen mit dem Bus fast eine Stunde benötigt, dann kann das nicht der Weisheit letzter Schluss sein“, sagt er. Für die Entwicklung des Verkehrs in der Innenstadt befürwortet er das Konzept einer „gegenläufigen Einbahnstraße“, die in einem großen Ring sowohl Friedrich-, als auch Eugen- und Charlottenstraße miteinbeziehen solle. Dadurch könne man die genannten Straßen um jeweils eine Spur zurückbauen, einen besseren Fluss des Verkehrs erreichen und darüber hinaus mehr Platz für Rad- und Fußwege sorgen, die man – speziell auch in der Friedrichstraße – gern wieder getrennt sehen möchte, so Christian Steffen-Stiehl.

Den Schwerpunkten Wirtschaft, aber auch „Digitalisierung, Innovation und Zukunftsfähigkeit“ widmet sich Sascha Schmidt. Unter dem Stichpunkt „Smarte Stadt“ setzt er sich für eine Digitalisierung des öffentlichen Raumes ein und bringt unter anderem neue Lichtsysteme ins Spiel, um etwa Aufenthaltsqualität und Sicherheit in der Stadt zu steigern. Große Bedeutung misst er auch der Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für die Bearbeitung aller für eine Existenzgründung notwendigen Schritte ein.

Gründeraktivitäten sollten seiner Ansicht nach bereits in den Schulen gefördert werden. „Beispielsweise durch aktive Forcierung der Gründung einer Schülerfirma in jeder weiterführenden Schule Friedrichshafen durch Unterstützung alternativer Karrierepfade“, sagt Sascha Schmidt.

Nach Vorstellung der FDP sollten die Aufgaben der gemeindlichen Vollzugsbediensteten vielfältiger werden. Dazu sollten – etwa nach dem Vorbild der Stadt Heilbronn – zum Beispiel auch die Überwachung von Ordnungsstören im Zusammenhang mit Lärm oder Müll gehören. „Durch zunehmende Präsenz des kommunalen Ordnungsdienstes wird zum eines das Sicherheitsgefühl der Bürger in unsrer Stadt erhöht, zum anderen das Zusammenleben in unserer Stadt weiter verbessert“, so der Standpunkt der FDP-Gemeinderatskandidaten.

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