Wissenswerkstatt feiert zehnjähriges Bestehen

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 Robert Vöhringer (links), Geschäftsführer der Wissenswerkstatt, Peter Köpf, Mitinitiator der Wissenswerkstatt, Sabine Jaskula,
Robert Vöhringer (links), Geschäftsführer der Wissenswerkstatt, Peter Köpf, Mitinitiator der Wissenswerkstatt, Sabine Jaskula, Vorstandsmitglied der ZF Friedrichshafen AG, und Bürgermeister Andreas Köster staunen über einen Roboter. (Foto: Christina Mikalo)
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Am Samstag, 23. März, veranstaltet die Wissenswerkstatt im Postgebäude am Stadtbahnhof und im ZF-Forum von 10 bis 15 Uhr einen Tag der offenen Tür.

Ihren ersten runden Geburtstag hat die Wissenswerkstatt am Donnerstag im ZF-Forum gefeiert. Seit nunmehr zehn Jahren möchte sie Kinder und Jugendliche für Technik begeistern und so dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Zum Jubiläum blickten Verantwortliche und Gründer der Wissenswerkstatt auf deren Entwicklung zurück und dankten Mitarbeitern und Unterstützern.

Den Anfang machte Bürgermeister Andreas Köster, der zugleich der Vorsitzende der Wissenswerkstatt ist. In seiner Rede nannte er das zehnjährige Bestehen der Wissenswerkstatt eine „einzigartige und immens wichtige Erfolgsgeschichte“. Die Einrichtung sei „Gold wert“, um den „Bildungs- und Technologiestandort Friedrichshafen zukunftsfähig zu machen“. Denn sie vermittele Kindern und Jugendlichen durch praktische Erfahrungen Spaß an der Technik.

Fünf- bis Achtzehnjährige nehmen an den zwei Standorten der Wissenswerkstatt, dem Postgebäude am Bahnhof und dem ZF-Forum, an Kursen mit technischen Inhalten teil. In kleinen Gruppen von maximal 14 Teilnehmern arbeiten sie an Projekten wie dem Bau eines Roboter-Fahrzeugs. Das Angebot ist kostenlos. Es soll das Interesse am Forschen und Experimentieren wecken.

„In Zeiten des Fachkräftemangels ist ein solches Angebot von enormer Bedeutung“, sagte Köster. Er dankte dem Geschäftsführer der Wissenswerkstatt, Robert Vöhringer, für dessen Engagement. Vöhringer wird sein Amt in zwei Wochen abgeben, ein Nachfolger steht noch nicht fest. Als Zeichen der Wertschätzung überreichte Köster an Vöhringer einen Scheck von Oberbürgermeister Andreas Brand in Höhe von 10

000 Euro. Das Geld stamme aus den Aufsichtsratsvergütungen, die der OB für seine Tätigkeit in den Stiftungsunternehmen erhält und die er bis auf einen Freibetrag von 6100 Euro pro Jahr an die Stadt abliefere. Anschließend bedankte sich der Bürgermeister auch bei den Partnern und Unterstützern der Wissenswerkstatt: bei Unternehmen wie Rolls-Royce Power Systems, den Mitarbeitern, Lehrern und auch bei den Kindern und Jugendlichen, ohne deren Interesse es die Einrichtung nicht geben würde.

44312 geförderte Schüler

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312 Schüler haben in zehn Jahren an Kursen der Wissenswerkstatt teilgenommen. „Das ist eine großartige Leistung“, lobte Sabine Jaskula, Mitglied des Vorstands der ZF Friedrichshafen AG. Der Erfolg in Friedrichshafen trug dazu bei, dass auch an anderen ZF-Standorten wie Passau, Saarbrücken, Diepholz und Schweinfurt Wissenswerkstätten eröffnet wurden. Damit stünden die Betreiber der Werkstätten für „eine Dekade der technischen Inspiration“, sagte Jaskula.

Peter Köpf hat die Wissenswerkstatt vor zehn Jahren mitbegründet. Anfangs, verriet er, habe sie noch „Technikschuppen“ geheißen, was für einige Lacher im Publikum sorgte. Köpf schilderte, dass es schwierig gewesen sei, Geld für den Bau der Wissenswerkstatt aufzutreiben. Mit der finanziellen Unterstützung der Stadt und ZF sei es aber schließlich gelungen, das Projekt auf die Beine zu stellen.

Am Ende von Köpfs Vortrag forderte Moderator Dirk Denzer ihn auf, aus einer Glaskugel die Zukunft der Wissenswerkstatt abzulesen. „Die ersten zehn Jahre waren gut, die nächsten zehn Jahre werden besser“, sagte Köpf und erntete Beifall. Vöhringer sagte, dass die Wissenswerkstatt Schüler auch in Zukunft auf die Ansprüche des Arbeitsmarkts vorbereiten werde: „Technik und Technologie entwickeln sich heutzutage schneller als früher. Wir müssen mit der Geschwindigkeit mithalten.“

Rolls-Royce-Power Systems unterstützt die Wissenswerkstatt
Die beiden Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens, Andreas Schell und Marcus A. Wassenberg, unterzeichneten am Mittwochvormittag in der Wissenswerkstatt den Vertrag zur Kooperation.

Am Samstag, 23. März, veranstaltet die Wissenswerkstatt im Postgebäude am Stadtbahnhof und im ZF-Forum von 10 bis 15 Uhr einen Tag der offenen Tür.

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