Wie Geistertickets dem VfB Friedrichshafen helfen sollen

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 Das war das letzte gemeinsame Bild des VfB Friedrichshafen nach dem abrupten Ende der Saison 2019/20.
Das war das letzte gemeinsame Bild des VfB Friedrichshafen nach dem abrupten Ende der Saison 2019/20. (Foto: Günter Kram/VfB Friedrichshafen)
Schwäbische Zeitung

Das abrupte Saisonende in der Volleyball-Bundesliga (VBL) hat auch beim VfB Friedrichshafen einiges durcheinandergewirbelt. Spieler sind bereits weg, wie es sportlich und vor allem finanziell weitergeht, ist derzeit noch unklar. Der scheidende Geschäftsführer Guido Heerstraß meint: „Das ist natürlich für alle Beteiligten keine einfache Lage.“

Sportlich: Klar ist, dass es in diesem Jahr – wie etwa auch im Eishockey – keinen Meister geben wird. Zudem entschied der Vorstand des Volleyballverbands, dass es keine Absteiger aus der 1. Liga geben wird. Über die finale Rangfolge in der Tabelle und die internationalen Startplätze in der Champions League und dem CEV-Cup für die kommende Saison wird intern noch verhandelt.

Die Situation des VfB: „Wir tragen die Entscheidung der VBL zu 100 Prozent, da die Gesundheit aller die oberste Priorität hat. Die Folgen, die daraus entstehen, können wir noch nicht absehen“, wird Heerstraß in einer Mitteilung der Friedrichshafener zitiert. Nach der aktuellen Tabelle ist der VfB punktgleich mit den United Volleys – die einen Satz weniger verloren haben und Zweiter sind. Sollte die Tabelle so gelten, würde Friedrichshafen erstmals in der Vereinsgeschichte die Champions League verpassen.

Die Finanzen: Auch die wirtschaftlichen Folgen sind noch nicht absehbar. „Zunächst müssen wir schauen, wie groß der Schaden ist“, sagt Heerstraß. „Dann müssen wir mit aller Kraft daran arbeiten, die Auswirkungen der Krise möglichst gering zu halten.“ Der VfB-Geschäftsführer hofft auf die Hilfe der Fans. Eine Maßnahme, die auch andere Vereine machen, ist das sogenannte „Geisterticket“. Fans können auf die Erstattung ihrer Tickets verzichten. „Wir freuen uns, dass so viele Zuschauer bereit sind, uns zu helfen“, sagt Heerstraß. „Dass diese Idee von den Fans initiiert wurde, zeigt den großen Zusammenhalt der Volleyballfamilie.“

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