Die Aufbauarbeiten im Graf-Zeppelin-Haus laufen. Am Freitag wird Nena auf dieser Bühne stehen.
Die Aufbauarbeiten im Graf-Zeppelin-Haus laufen. Am Freitag wird Nena auf dieser Bühne stehen. (Foto: Ralf Schäfer)
Vivien Götz

Bei ihm laufen alle Fäden zusammen: Andreas Weigold leitet die Gesamtproduktion der beiden Konzerte, die am Wochenende im Graf-Zeppelin-Haus stattfinden. Damit bei den Auftritten von Nena und Michael Patrick Kelly alles glattgeht, laufen die Vorbereitungen gerade auf Hochtouren. Licht, Ton, das Sicherheitskonzept und die Parkplätze – über alles muss Weigold den Überblick behalten. „Man muss von allem etwas wissen, aber man muss nicht überall Experte sein“, erklärt Weigold die Aufgabe. Vertrauen spiele bei der Zusammenarbeit mit Subunternehmern und dem Veranstalter eine entscheidende Rolle.

„Kürzer, ein bisschen höher - jetzt fünf runter. So isch gut!“ Im Saal des Graf-Zeppelin-Hauses, der am Freitag und Samstag das Publikum einer Open-Air-Veranstaltung beherbergen muss, beginnt am Donnerstag-nachmittag gerade der Aufbau von Licht und Ton. Wuchtige schwarze Rollkoffer mit silbernen Beschlägen werden ausgeladen und in den Saal des GZH gerollt. Die technische Grundausstattung für das Konzert wird von der Produktion zur Verfügung gestellt, spezielle Gerätschaften bringen die Künstler selbst mit. „Wir bauen die Technik für Nena und Kelly gerade parallel auf – das hängt dort dann alles gemeinsam, weil die Anforderungen dieser Künstler relativ ähnlich sind“, erklärt Weigold. Während er erzählt, klingelt alle paar Minuten sein Telefon „Andreas, wie machen wir das mit der Einfahrt der Lastwagen?“, fragt ein Mitarbeiter.

Wacken, Southside, Rock am Ring

Im Saal werden die schwarzen Koffer währenddessen mit Anlauf über eine Rampe auf die Bühne gerollt und ausgepackt. Während die Lichttechniker schwere Scheinwerfer an den Trägergestellen anbringen, sind die Tontechniker noch damit beschäftigt, die Akustik zu prüfen und die Lautsprecher einzupegeln. Wenn die Künstler aufgetreten sind und alle Besucher wieder gesund nach Hause kommen, dann sei eine Veranstaltung aus seiner Sicht erfolgreich, sagt Weigold. Der absolute Supergau sei es natürlich, wenn ein Künstler nicht auftreten könne, aus Gründen, die die Produktion zu verantworten habe, erklärt Weigold.

Während er für die Konzerte im GZH die gesamte Produktion verantwortet, ist Weigolds Firma auch bei vielen deutlich größeren Veranstaltungen unterwegs. Wacken, Southside, Rock am Ring – gerade im Sommer sei der Kalender sehr voll, sagt Weigold. Bei diesen Events sei die Firma aber immer nur für einen Teilbereich verantwortlich: „Dass einer die Vollproduktion alleine macht, das ginge da überhaupt nicht“, sagt Weigold. Trotzdem sind auch kleine Veranstaltungen immer wieder eine Herausforderung: „Kein Event ist Peanuts“, stellt er fest. Die Konzerte im GZH seien zwar keine Riesenveranstaltung, allerdings waren Technik und Equipment für ein Open-Air-Konzert ausgelegt. „Die kurzfristige Verlegung macht das Ganze natürlich interessant“, sagt Weigold und scheint das durchaus positiv zu meinen.

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