Mitglieder der Nikolausgilde richten sich in der Sakristei der Kirche Sankt Maria, um kurz darauf im Gottesdienst ausgesendet zu
Mitglieder der Nikolausgilde richten sich in der Sakristei der Kirche Sankt Maria, um kurz darauf im Gottesdienst ausgesendet zu werden. (Foto: lix)

Sie wollen das Andenken an den Nikolaus hochhalten: Drei Wochen lang ziehen in Friedrichshafen acht Männer als Nikoläuse mit Holzstäben, traditioneller Kopfbedeckung und goldenen Büchern durch die Stadt. „Wir besuchen Kindergärten, Vereine, Krankenhäuser, aber auch private Familien“, sagt der Gründer der Nikolausgilde, Berthold Erich Schwarz. Der 1985 gebildete Verein will alte Bräuche rund um den Nikolaus erhalten.

Dass der Bischof irgendwann Konkurrenz vom Weihnachtsmann bekommen habe, gehe auch auf den Reformator Martin Luther zurück, sagt Schwarz. Dieser wollte von den Heiligenfiguren weg, aber gleichzeitig an der Gestalt des Gabenbringers festhalten. Der Geschenketag sei daher vom 6. auf den 24. Dezember verlegt und die Gestalt des Christkinds entwickelt worden. Bereits 1798 tauchte sie in einem Theaterstück als Gabenbringer auf, seit 1920 gebe es den Begriff auch in deutschen Wörterbuchern.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen