Wasserentnahme bleibt bis Mitte November verboten

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 Der See hat derzeit einen niedrigen Pegelstand. Die Wasserentnahme bleibt verboten.
Der See hat derzeit einen niedrigen Pegelstand. Die Wasserentnahme bleibt verboten. (Foto: Felix Kästle/dpa)
Schwäbische Zeitung

Die komplette Allgemeinverfügung ist ab Montag, 15. Oktober, zu sehen unter

www.bodenseekreis.de/politik-verwaltung/bekanntmachungen

Im Bodenseekreis bleibt es weiterhin verboten, Wasser aus Gräben, Bächen, Flüssen und Seen zu pumpen. Ausgenommen davon sind der Bodensee selbst sowie das Tränken von Vieh und das Schöpfen mit Handgefäßen. Das Landratsamt hat das seit Ende Juli geltende Wasserentnahmeverbot bis zum 15. November 2018 verlängert.

Grund seien die immer noch sehr geringen Niederschlagsmengen. Auch wenn sich die Wassertemperaturen mittlerweile entspannt haben, herrscht in vielen Gewässern weiterhin Wassermangel, was die dort lebenden Tiere und Pflanzen gefährdet, schreibt das Landratsamt in der Pressemitteilung.

Ohne langanhaltende, ergiebige Niederschläge sei mit noch weiter sinkenden beziehungsweise auf sehr niedrigem Niveau stagnierenden Wasserständen zu rechnen. Eine nachhaltige Wetteränderung sei aktuell nicht absehbar. Aus Gründen des Wohls der Allgemeinheit, insbesondere zur Ordnung des Wasserhaushalts und des Schutzes der Natur, ist deshalb eine Beschränkung des Gemeingebrauchs entsprechend § 21 Abs. 2 Nr. 1 WG i.V. § 35 S. 2 LVwVfG erforderlich.

Die Beschränkung ist geeignet, die Gewässer im Landkreis Bodenseekreis vor weiteren Störungen durch eine Verringerung der Wasserführung zu schützen und eine Verschlechterung der derzeit kritischen Gewässerzustände zu vermeiden. Das wirtschaftliche oder persönliche Interesse der Anlieger, Hinterlieger und anderer Gewässernutzer an einer, im Rahmen der Gesetze zulässigen, unbeschränkten Gewässerbenutzung hat in diesem Fall hinter dem öffentlichen Interesse an der ökologischen Funktionsfähigkeit der Gewässer und dem Schutz der Natur zurückzustehen. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit oder sogar als Umweltstraftat geahndet werden, schreibt das Landratsamt.

Sollten die Wasserspiegel sich nachhaltig verbessern, wird gegebenenfalls die Allgemeinverfügung vorzeitig aufgehoben. Ansonsten gibt es die Möglichkeit, bei der unteren Wasserbehörde Ausnahmen von dem Entnahmeverbot zu beantragen.

Die komplette Allgemeinverfügung ist ab Montag, 15. Oktober, zu sehen unter

www.bodenseekreis.de/politik-verwaltung/bekanntmachungen

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