Von Wortjongleuren, Nordwinden und kleinen Gangstern

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Kommen sich in „Gut gegen Nordwind“ ohne es zu wissen, auch räumlich näher: die beiden E-Mail-Freunde Leo und Emma, gespielt von
Kommen sich in „Gut gegen Nordwind“ ohne es zu wissen, auch räumlich näher: die beiden E-Mail-Freunde Leo und Emma, gespielt von Alexander Fehling und Nora Tschirner. (Foto: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH)
Schwäbische Zeitung

Drei Veranstaltungen, dreimal große Spielfreude: Das präsentiert der Kulturverein Caserne in diesen Tagen. Mit dabei sind die beiden schwäbischen Lehrer und Kabarettisten Kolars und Bretzel, die am Samstag, 19. Oktober, um 20 Uhr auf der Bühne des Theater Atrium im Fallenbrunnen stehen.

Zuerst wollten es die beiden Lehrer Ralph Kolars und Günther Bretzel einfach mal so probieren, ob es passt, wenn sie sich zusammen auf die Bühne trauen. Nach Auftritten im Kulturgut Ittenbeuren und in Ralph Kolars Heimat Kressbronn war klar: es passt fantastisch. Ralph Kolars hat sich als Wortjongleur bereits einen Namen gemacht.

Günther Bretzel, bekannt seit gut 20 Jahren als Texter und Schauspieler der Ravensburger Milka-Gesellschaft, als regelmäßiger Radiogast von SWR 4 oder von seinen Auftritten beim „Oberschwabengipfel“, packt seine Alltagsgeschichten in schmissige Lieder. Er besingt die vergebliche Suche nach einer schönen Frau aus Meckenbeuren und er weiß genau, wie es die „Cowboys aus Rattenweiler“ schafften, ihm und seinen Kumpels früher immer die Mädchen auszuspannen. Ralph Kolars und Günther Bretzel geht der Stoff nie aus, denn „ebbes isch immer.“ Letzteres ist dann auch der Titel des Programms, das die beiden in Friedrichshafen präsentieren. Der Eintritt kostet zwölf, ermäßigt neun Euro.

Intimer E-Mail-Wechsel

Ab Donnerstag, 17. Oktober, steht um 20 Uhr die Verfilmung des Mega-Bestsellers „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer auf dem Programm des Kinos Studio 17. In den Hauptrollen dieser außergewöhnlichen und modernen Liebesgeschichte brillieren Nora Tschirner und Alexander Fehling als Emma und Leo. Ein verdrehter Buchstabe lässt eine E-Mail von Emma Rothner versehentlich bei Leo Leike landen. Der Linguist antwortet prompt. Sie beginnen einen schnellen, lustigen und immer intimer werdenden E-Mail Dialog, wie man ihn nur mit einem Unbekannten führen kann.

Einige Wochen und viele gesendete und empfangene Nachrichten später wird daraus eine virtuelle Freundschaft. Leo und Emma beschließen zunächst, ihre Verbindung rein digital zu belassen als eine kleine Flucht vor dem Alltag – denn Leo kommt einfach nicht von seiner Ex-Freundin Marlene los und Emma ist mit Bernhard verheiratet und hat zwei Stiefkinder. Dennoch: Die beiden vertrauen sich ihr Innerstes an und kommen sich auf dem schmalen Grat zwischen totaler Fremdheit und unverbindlicher Intimität immer näher. Und da stellt sich die Frage, ob sie sich nicht doch mal Angesicht zu Angesicht treffen sollten, denn die Schmetterlinge, die Leo und Emma mittlerweile jedes Mal im Bauch haben, wenn ihr E-Mail Postfach mit einem „Pling“ eine neue Nachricht ankündigt, sind ganz und gar nicht nur digital. Aber kann man sich tatsächlich nur durch Worte richtig verlieben? Und werden die gesendeten, empfangenen und gespeicherten Liebesgefühle einer Begegnung in der Realität standhalten? Und was, wenn ja? Die Antwort gibt es auch am Samstag, 19., Sonntag, 20., und Montag, 21. Oktober um jeweils 20 Uhr. Der Eintritt kostet sechs, ermäßigt fünf Euro.

Im Kinderkino wird außerdem am Donnerstag, 17. Oktober, um 16 Uhr und am Freitag, 18. Oktober, um 15 Uhr im Spielehaus in der Meistershofener Straße 11a der Film „Kidbusters“ gezeigt.

Weil ihre Familie in der Patsche sitzt, stiftet der chaotische Onkel George seinen Neffen Anders und seine drei Geschwister – den nörgelnden großen Bruder Oskar, die schlagfertige Schwester Winnie und den kleinen Bertram – dazu an, einen Jungen aus reichem Hause zu kidnappen, um Lösegeld zu erpressen.

Dass der entführte Bernhard sich bei seinen Kidnappern richtig wohlfühlt, konnte keiner ahnen. Endlich erlebt er mal ein Abenteuer! Denn mehr als alles Geld zählt am Ende, dass man nicht allein bleibt. Der Eintritt kostet zwei Euro.

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