Schwäbische Zeitung

Die neunte E-Bike-Tour der Dualen Hochschule (DHBW) hatte die slowakische Hauptstadt Bratislava als Ziel und stand unter dem Motto „eEast – dem Strom entlang“. Die E-Mobilität und Fahrt an der Donau nach Osten standen Pate für dieses Motto der Radtour, die von acht Studenten der DHBW als Projektarbeit organisiert wurde. Mit dabei waren ihr Studiengangsleiter Jürgen Brath und sieben externe Hobbyradler.

Neben unzähligen Eindrücken auf der 930 Kilometer langen Strecke wird den Teilnehmern vor allem das schlechte Wetter in Erinnerung bleiben, denn die Radler waren beim Temperatursturz nach Ostern bei Regen und Kälte aufgebrochen. Die Großwetterlage sollte sich in den folgenden acht Tagen nur wenig zum Besseren ändern.

Die Etappen führten bis Pfronten und Achenkirch, weiter durchs Inntal über Kufstein nach Ruhpolding, wo die zum Teil steilen Waldwege wegen Altschnee fast unpassierbar waren. Am vierten Tag stand mit Salzburg eine kürzere Etappe auf dem Programm, gefolgt von der Königsetappe nach Linz mit 154 Kilometern.

Nach vier Stunden ununterbrochenem Regen entschied sich ein Teil der Gruppe, völlig durchnässt, ab Vöcklabruck den restlichen Weg nach Linz mit der Bahn anzutreten.

Am 1. Mai, dem sechsten Tag der Tour, genoss die Radgruppe erstmals Sonnenschein und lernte bei einer Stadtführung die Kunst- und Wissenschaftsstadt Linz kennen. Bei der Weiterfahrt am selben Tag nach Pöchlarn an der Donau kamen die Radler erstmals trocken ans Ziel. Die siebte Etappe führte bei Sonnenschein an der Donau entlang durch Krems und die Weinanbaugebiete der Wachau nach Wien.

Wieder mit Regen begleitet war die letzte Etappe nach Bratislava, wo die Fahrt zum Schluss auf dem „Iron Curtain Trail“, dem Grenzverlauf des ehemaligen Eisernen Vorhangs verlief.

Messgeräte trotzen dem Regen

Raphael Birkhofer war im studentischen Team während der Fahrt für Leistungsmessungen an den Pedelecs zuständig: „Wir sind froh, dass trotz des nassen Wetters die Messgeräte funktionierten. Unser Ziel ist es, ein Prognosemodell für die Reichweite des Akkus zu entwickeln, das abhängig vom ausgewählten Gang, der Unterstützungsstufe des Antriebs und des Höhenprofils die Reichweite vorhersagt.“

Studiengangsleiter Jürgen Brath, Initiator des Projekts und bei der Radtour stets mit Fahrrad ohne Elektrounterstützung dabei, resümiert die diesjährige Tour: „Die Unterkünfte sowie die österreichische und slowakische Küche haben dieses Jahr Maßstäbe gesetzt. Wegen des Wetters musste das Organisationsteam oft improvisieren, hat diese Herausforderungen in der Summe aber bestens gemeistert.“

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