Vom hohen Norden in die hohen Berge: Julia Sude und Karla Borger haben nur wenig Zeit, durchzuatmen

Lesedauer: 3 Min
 Bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg war für Karla Borger (links) und Julia Sude im Achtelfinale Schluss. Beim Major-Turnier i
Bei der Beachvolleyball-WM in Hamburg war für Karla Borger (links) und Julia Sude im Achtelfinale Schluss. Beim Major-Turnier im Schweizer Gstaad musste das Duo gleich zu Beginn eine Niederlage hinnehmen. (Foto: Tom Bloch)
Schwäbische Zeitung

Am Ende gab es gemischte Gefühle: Zwar landete die Friedrichshafenerin Julia Sude mit ihrer neuen Partnerin Karla Borger (Stuttgart) bei der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg als bestes deutsches Frauen-Duo auf Rang neun, doch wäre durchaus mehr drin gewesen. „Wir hätten zu gerne weiter gespielt in dieser einmaligen Atmosphäre, bei unserer Heim-WM. Aber gut, wir sind gegen kein No-Name-Team ausgeschieden und wir wissen, woran wir arbeiten müssen“, sagt Julia Sude nach der knappen Achtelfinal-Niederlage gegen das brasilianische Duo Fernanda Alves und Barbara Seixas De Freitas. „Die Chancen waren durchaus da. Mit weniger Eigenfehlern in der Schlussphase wäre mehr drin gewesen. Aber man sieht, es ist super eng im Damenbereich, und das macht es unheimlich spannend, was die Olympia-Qualifikation angeht“, meint Karla Borger. In der Endabrechnung der Statistik trugen sich jedoch gleich beide Akteurinnen des deutschen Nationalteams ein: Karla Borger schaffte bei der WM den fünftschnellsten Aufschlag mit 83,7 Kilometer pro Stunde. Julia Sude wurde in der Kategorie „Bester Aufschlag“ Fünfte mit insgesamt 17 Aufschlag-Assen. Zudem gab es für den neunten Platz bei der WM 800 Punkte für die Weltrangliste und ein Preisgeld-Scheck über 11 000 Dollar.

Viel Zeit zum Verarbeiten der intensiven Eindrücke von den Weltmeisterschaften blieb aber kaum. Der internationale Tross ist gleich in die Schweiz weitergezogen, zum nächsten Höhepunkt: Im Nobelkurort Gstaad findet seit Dienstag ein Fünf-Sterne-Turnier der Major-Series statt – auf dem auf 1000 Metern über Normalnull höchsten Center Court der Profi-Tour. Und eigentlich hat Julia Sude gute Erinnerungen an das Turnier: 2017 gewann sie mit ihrer damaligen Partnerin Chantal Laboureur den Titel, 2018 holten die beiden Silber. Mit ihrer neuen Partnerin Karla Borger ist die Friedrichshafenerin weniger erfolgreich in den Wettbewerb gestartet. Zum Auftakt gab es gestern eine 1:2-Niederlage gegen die Schweizerinnen Anouk Vergé-Depré und Joana Heidrich.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen