Viviana-Zarah Baudis spielt für den guten Zweck

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 Pianistin Viviana-Zarah Baudis spielt von Beethoven bis Schubert.
Pianistin Viviana-Zarah Baudis spielt von Beethoven bis Schubert. (Foto: Lionsclub)

Über einen ausverkauften Saal im Graf-Zeppelin-Haus hat sich der Lionsclub bei seinem Benefizkonzert zugunsten syrischer Flüchtlingskinder gefreut. Der Friedrichshafener Club organisierte gemeinsam mit dem Lions-Club Tegernsee die Matinee mit der Pianistin Viviana-Zarah Baudis, um speziell Kindern in Jordanien, die oft keinen Zugang zu einer Schulausbildung haben, zu helfen. Ihnen kommt der Reinerlös des Konzerts zugute.

Tosender Applaus erschall im vollbesetzten Saal, als Viviana-Zarah Baudis die Bühne betrat. Die gebürtige Münchenerin ist mit ihren 20 Jahren bereits mehrfache Siegerin bei Wettbewerben wie Jugend musiziert oder dem Mozart-Wettbewerb und hat sich schon einen Ruf in der Musikwelt erworben. So war die Absolventin der Yedudi-Menuhin-Schule in London auch musikalischer Gast bei Lang Langs Geburtstag, der dazu nur die besten Nachwuchskünstler weltweit einlädt, berichtete Friedrich Büg, Präsident des Lionsclusb Friedrichshafen, in seiner Einführung.

Entsprechend konnten sich die Besucher über ein hochkarätiges und anspruchsvolles Konzert freuen, dessen Moderation die Künstlerin selbst übernahm. Für die Matinee wählte Baudis vier verschiedene Stücke, die sie anschaulich und mit viel Charme erläuterte. Zu hören war eine Sonate von Beethoven, die „Sonate Les Adieux“, in der die Flucht des Erzherzog Rudolfs vor den neapolitanischen Truppen aus Wien in dramatische Töne umgesetzt wurde. Den drei Sätzen ist das Motto „Abschied, Abwesenheit und Wiederkehr“ vorangesetzt.

Ganz anders klang Gabriel Prokofievs „Piano Book No.1“. Er ist der Enkel von Sergej Prokofiev, 1975 in London geboren und hat sich nach einigen Jahren als DJ wieder der Klassik zugewandt. „Sein Stil ist sehr gewöhnungsbedürftig“, sagte Baudis lachend. Und tatsächlich enthält das zeitgenössische Stück viele Passagen, die für die Zuhörer durchaus fordernd waren. Mit Schumanns „Faschingsschwank aus Wien“, eines der beliebtesten Stücke des Komponisten, wurde das Programm wieder deutlich heiterer und beschwingter, passend zur Fasnetsaison eben. „Impromptus“ von Schubert setzte den lyrischen und gefühlvollen Schlusspunkt dieser gelungenen Matinee.

Die Zuhörer belohnten die Vorführung mit einem mächtigen Applaus. „Das war einfach unglaublich“, sagte Lions-Club Vorstand Friedrich Büg, und die Besucher waren ganz seiner Meinung.

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