Birgit und Mark Joachim starten die Aktion "The Line" und wollen damit mehr Verbundenheit unter den Menschen erreichen.
Birgit und Mark Joachim starten die Aktion "The Line" und wollen damit mehr Verbundenheit unter den Menschen erreichen. (Foto: breaking borders)

Der Antrieb für Birgit und Mark Joachim ist deutlich definiert: „Wir wollen in einer Welt leben, in der nicht die Furcht voreinander, sondern die Sorge umeinander im Vordergrund steht.“ Das sagen die beiden Häfler zu ihrem jüngsten Projekt, dem Internetforum „The Line“ (Die Linie).

Sie wollen Menschen ermutigen, sich gemeinsam einmal um die Welt zu bewegen, stückchenweise, in Etappen und jeder so, wie es gerade geht. Mit diesem Projekt wollen sie ein Zeichen gegen Abgrenzung und Fremdenfeindlichkeit weltweit setzen. Das Projekt selbst ist Bestandteil ihres Unternehmens „Breaking Borders“.

Digital Wege zeichnen

Die Idee von Birgit und Mark Joachim ist eigentlich ganz einfach. Jeder, der oder die mit einem Handy in der Tasche unterwegs ist, hinterlässt digitale Spuren. In Fitness-Apps für Smartphones werden die schon lange als Linien und Wege auf Landkarten eingetragen. Warum also nutzt man diese Linien nicht, um ganz andere Projekte damit zu verwirklichen. Während Breaking Borders bald anbieten wird, die zurückgelegten Wege zu Grafiken oder Bildern, zu Kunstwerken oder anderen bleibenden Erinnerungen werden zu lassen – die zugehörige App wird voraussichtlich noch im ersten Quartal 2019 veröffentlicht – soll mit „The Line“ erreicht werden, dass die Wege der teilnehmenden Menschen einmal um den Globus führen.

Da gibt es die Teilnehmer, die „Trailblazer“, die die rund 40 000 Kilometer abschnittweise zurücklegen. „In deinem Alltag bewegst du dich jeden Tag von einem Ort zum Anderen. Das sind mal kurze oder mal lange Wege. Manchmal fährst du, manchmal läufst du oder fliegst“, sagt Birgit Joachim. Statt also einfach den Weg zurückzulegen, kann man jetzt mit Hilfe des neuen Projektes diese Bewegungen aufzeichnen.

Der Stift ist eine App auf dem Smartphone. „Die Welt ist dein Papier auf dem du zeichnest. Sichtbar wird deine Bewegung als Linie auf unserer Plattform. Deine Linie und die Linien aller Trailblazer ergeben zusammen eine Linie um die ganze Welt“, sagt Birgit Joachim.

Und es gibt die Sponsoren, die für jeden gelaufenen Kilometer spenden. Ziel ist es, pro Kilometer zehn Euro zu bekommen, als „Statement für Verbundenheit“, sagt Birgit Joachim. Sollten tatsächlich 40 000 Kilometer durch Sponsoren gedeckt werden, so werden 15 000 Euro des eingenommenen Geldes an die Kinderstiftung Bodensee gespendet.

Der Rest des Geldes wird zur Finanzierung der App und der Internetplattform genutzt, mit der die Teilnehmer kostenlos durch die Welt wandern sollen. Birgit Joachim dazu: „The Line ist ein soziales Projekt der Breaking Borders UG. Als UG sind wir Umsatzsteuerpflichtig. Abzüglich Steuern verwenden wir alle Einnahmen aus dem Sponsoring zur Realisierung des Projektes. Wir, die Gründer, Birgit und Mark Joachim, sind ehrenamtlich für die UG und The Line tätig.“ Hinter den Gedanken der „Breaking Borders“ steckt eine Kunstidee.

Mit der Verbildlichung der zurückgelegten Strecken entstehen Linien auf einer Fläche, die zu Zeichnungen und Grafiken führen können. Die zurückgelegten Wege werden visualisiert und die Abbildungen werden zu manifesten Spuren der jeweiligen Strecken. Wenn jemand die Hochzeitsreise mit Breaking Borders zurücklegt und anschließend ein individuelles Bild von dieser Reise an der Wand hängen hat. „Die Ideen, die Umsetzungen und das, was daraus werden kann, hängt von den Teilnehmern ab“, sagt Birgit Joachim. Möglichkeiten gibt es enorm viele.

Auf der Internetseite haben die beiden Häfler schon mal die wesentlichen Informationen zusammengetragen, die kommenden Wochen und Monate werden das Projekt weiter voranbringen und bekannt machen. Beim Stadtfest im Oktober haben Birgit und Mark Joachim „The Line“ bereits vorgestellt, weitere Termine soll es bald geben. „The Line“ wird von den Sponsoren, aber auch von den Teilnehmern leben.

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