Liefert beim 3:0-Sieg eine gute Leistung gegen die Lederhosenträger aus Herrsching ab: VfB-Außenangreifer Michal Petras (blaues
Liefert beim 3:0-Sieg eine gute Leistung gegen die Lederhosenträger aus Herrsching ab: VfB-Außenangreifer Michal Petras (blaues Trikot). (Foto: Günter Kram)
Sportredakteur

In ihrem schmucken Lederhosen-Outfit sind die Volleys Herrsching im Mittwochspiel der Volleyball-Bundesliga beim VfB Friedrichshafen angetreten. Doch auch im dritten Aufeinandertreffen der Saison gaben sich die Häfler keine Blöße. 3:0 (25:22, 25:15, 25:12) hieß es am Ende vor 1050 Zuschauern in der ZF-Arena für die Mannen von Cheftrainer Vital Heynen.

Unterm Strich war das Süd-Derby eine einseitige Angelegenheit. Nur zu Beginn des ersten Durchgangs ließ der VfB den Gäste vom Ammersee etwas mehr Spielraum. Doch eine kleine Aufschlagserie von Günthör brachte die Häfler, nach 3:5-Rückstand, mit 7:5 vorwärts. Besonders Außenspieler Michal Petras, der mehrere Rückraumangriffe im Feld der Gäste versenkte und stark blockte, wusste in dieser Phase zu gefallen. Nach der 16:14-Führung setzten sich die Häfler, bei denen Rafael Redwitz Regie führte, ab. Ein angetäuschter Angriffsschlag von David Sossenheimer zum 25:22 bescherte Friedrichshafen Satzgewinn eins.

Deutlicher zugunsten der Hausherren verlief Durchgang zwei (22:15) – garniert mit unterhaltsamer Begleitmusik. Zunächst war es vor allem Mittelblocker Andreas Takvam, der die spielerischen Akzente setzte und über die Mitte fast nach Belieben punktete, 10:7/11:7, VfB). Über 14:8 zogen die Häfler auf 20:10 davon. Viel Aufregung dann während der folgenden Ballwechsel.

Zunächst zeigte sich Heynen beim 20:12-Zwischenstand mit der Entscheidung des ersten Schiedsrichters nicht einverstanden, protestierte heftig – und bekam die Rote Karte. Die kassierten wenig später auch die Gäste, nachdem sie einen Punktball frenetisch bejubelten. Nach kurzer Unterbrechung (22:15) kehrte wieder Ruhe ein und wurde auch wieder Volleyball gespielt. Mittelblocker Jakob Günthör machte dann Schluss mit lustig und servierte zwei Asse – fertig war der zweite Satzgewinn für die Häfler.

Schnell in den Feierabend

Die hatten es im abschließenden Durchgang ganz eilig, in den Feierabend zu kommen. Allen voran Diagonalangreifer Daniel Malescha, der – nach sechswöchiger Spielpause – schon zur Mitte des zweiten Satzes für Bartlomiej Boladz auf der Diagonalen zum Einsatz kam. Der Ex-Herrschinger zeigte sich in blendender Spiellaune, punktete über beide Außenpositionen und brachte sein Team nach einer kurzen Durststrecke (5:3, 6:5) gut nach vorne.

Spätestens nach dem Doppel-Ass von Takvam zur zweiten technischen Auszeit (16:8) brachen bei den Herrschingern alle Dämme. „Der letzte Satz war ein Desaster“, sah auch Herrschings Chefcoach Max Hauser. Vor allem die Annahme der Gäste wackelte mehr als bedenklich. Der VfB nutzte das gnadenlos aus, spulte sein Programm mit gefährlichen Floataufschlägen und guter Blockarbeit herunter und erspielte sich einen komfortablen Vorsprung (22:11).

Nach einem verwerteten Rückraumangriff des eingewechselten Robert Aciobanitei und einem Aufschlagfehler von Herrschings schwächelndem Diagonalspielers Griffin Shields zum 25:12 stand der nächste Dreisatzerfolg der Häfler in der Bundesliga fest. „Wir sind gut drauf“, so Jakob Günthör nach Spielschluss.

Da die Alpenvolleys Haching zeitgleich beim 3:2-Heimerfolg über Aufsteiger Giesen so ihre Probleme hatten, übernahm der VfB Friedrichshafen dank des besseren Punktekontos wieder die Tabellenführung.

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