So könnte es am Dienstagabend laufen: VfB-Mittelblocker Andreas Takvam freut sich über einen Punkt, die polnischen Spieler sind
So könnte es am Dienstagabend laufen: VfB-Mittelblocker Andreas Takvam freut sich über einen Punkt, die polnischen Spieler sind dagegen geknickt. (Foto: Imago)
Schwäbische Zeitung

Die polnische Öffentlichkeit hat nicht schlecht gestaunt, dass der Vizemeister VfB Friedrichshafen aus Deutschland den Meister Zaksa beim Hinspiel der Champions League am Rande einer Niederlage hatte. In der Runde der letzten sechs Teams verloren die Häfler mit 2:3 und haben am Dienstag (20 Uhr, ZF-Arena) es selbst in der Hand, das Final Four zu erreichen. Zaksa ist gewarnt, aber auch der VfB hat gesehen, dass die starke Mannschaft verwundbar ist.

„Wir müssen gut spielen, das ist der erste Schritt und dann die Aufschläge der Polen im Spiel halten“, sagt VfB-Trainer Vital Heynen. Die verlorenen Sätze eins und zwei dienten für die Häfler als gutes Beispiel, wie sie es nicht wiederholen sollten. Durchgang drei und vier waren deutlich besser und der VfB setzte sich zweimal mit 25:22 durch. Dabei hatte die Mannschaft aus Friedrichshafen gegen Ende immer mehrere Punkte Vorsprung.

„Jeder Mensch fühlt sich in seinem eigenen Zuhause wohler als woanders. Das ist auch bei Mannschaften nicht anders. Die ZF-Arena ist unser Zuhause und wir haben in dieser Saison dort noch kein Spiel verloren“, betont Heynen.

Die Polen haben Respekt

Der Auftritt des VfB Friedrichshafen hat in Polen einen großen Eindurck hinterlassen und deshalb kommt der Meister Zaksa mit großem Respekt nach Friedrichshafen. „Wir müssen uns steigern, um ins Final Four einzuziehen. Die Partie am Dienstag in Friedrichshafen wird eine ganz enge“, sagt Zaksa Außenangreifer Sam Deroo. So ähnlich sieht es auch Heynen: „Ich vermute mal, dass wir im Tiebreak gewinnen können und dann gibt es den Entscheidungssatz. Ich glaube nicht, dass wir mit 3:0 oder 3:1 gewinnen. Da müsste alles perfekt klappen.“

Nicht entgangen ist dem VfB-Trainer, dass der Diagonalangreifer Maurice Armando Torres gegen eine Zweier-oder Dreier-Block Probleme hat, zu punkten. Im eins gegen eins ist er dagegen eine Bank.

Aufpassen muss der Häfler Block auch auf die Bälle von Benjamin Toniutti , der sie vor allem beim Hinterfeldangriff (Absprung vor der Dreimeterlinie) knapp über dem Netz stellt. Zu guter Letzt wird auch das erste Tempo eine große Rolle spielen. Gelingt es dem VfB die Annahme von Beginn an zu stabilisieren, dann hat Zuspieler Simon Tischer mit Andreas Takvam und Philipp Collin zwei dankbare Abnehmer. „Wir werden alles versuchen um zu gewinnen, aber das wird auch Zaksa tun“, meint Heynen.

Es wird ein Spiel der Nerven und natürlich auch der Fehler. Wer beides gut im Griff hat, der gewinnt. Für den VfB Friedrichshafen spricht, dass die Mannschaft in der ZF-Arena, wenn es gilt, immer zu großer Form aufläuft. In der Gruppenphase zeigten die Häfler drei Spiele auf sehr hohem Niveau. Gegen Berlin kam das Glück dazu, aber zu keiner Zeit hatte man den Eindruk, dass es kippen könnte. Und gegen Zaksa? „Wir müssen gut spielen“, betont Heynen fast gebetsmühlenartig. Das will aber Kedzierzyn auch.

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