Kaum zu bremsen im Aufschlag und Angriff: VfB-Diagonalspieler Bartlomiej Boladz.
Kaum zu bremsen im Aufschlag und Angriff: VfB-Diagonalspieler Bartlomiej Boladz. (Foto: Günter Kram)
Sportredakteur

Ganz eilig hatten es die Volleyballer des VfB Friedrichshafen am Samstagabend in der ZF-Arena bei ihrem abschließenden Heimspiel der Bundesliga-Hauptrunde: Vor 1700 Zuschauern feierte die Mannschaft von VfB-Cheftrainer Vital Heynen in gerade einmal 70 Spielminuten einen klaren Satzerfolg (25:13, 25:11, 25:18) gegen die Netzhoppers KW. Zwei tolle Aufschlagserien im ersten und dritten Durchgang sowie konstant gute Block- und Angriffsaktionen ebneten den Häflern den Heimsieg gegen schwach auftretende Gäste aus Brandenburg.

Bereits kurz vor Spielbeginn um 19.30 Uhr hellten sich die Mienen derjenigen Besucher, die über ein Mobilfunkgerät verfügten, nachhaltig auf. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Powervolleys Düren bei ihrem Gastauftritt in der Olympiahalle Innsbruck gegen den Tabellenzweiten und hartnäckigen VfB-Verfolger, den Hypo Tirol Alpenvolleys Haching, soeben den zweiten Satzgewinn verbuchen.

Damit war klar: Sollten die Häfler ihrerseits nichts anbrennen und die Netzhoppers mit 3:0 oder 3:1 vor heimischer Kulisse besiegen, dann würde ihr Vorsprung vor den Alpenvolleys auf zwei Punkte anwachsen. Womit am nächsten Wochenende in Lüneburg auch ein Tiebreaksieg reichen würde, um die Führung auf der Spitzenposition und damit das Heimrecht bis zu einer eventuellen Finalteilnahme nicht mehr aus den Händen zu geben.

Genauso sollte es am Ende des Abends kommen. Mit Rafael Redwitz (Zuspiel), Bartlomiej Boladz (Diagonal), Markus Steuerwald (Libero) sowie Philipp Collin/Andreas Takvam (Mitte) und Athanasios Protopsaltis/David Sossenheimer ging der VfB in die Partie. Heynen ließ die Startaufstellung komplett durchspielen, wechselte nur punktuell Jakub Janouch für Regisseur Redwitz oder Daniel Malescha für Boladz ein. Im Schlussdurchgang kam dann noch Thilo Späth-Westerholt im Außenangriff Gelegenheit, sein Können zu demonstrieren.

Schlechte Annahme der Gäste

Ganz schlecht agierte die Annahme der Gästemannschaft um Libero Levin Gust, den Mirko Culic im Verlauf des Abends durch Kamil Ratajczak ersetzte. Zwar versuchte der Netzhoppers-Chefcoach durch Auszeiten und weitere Wechsel alles, um den Spielfluss von Friedrichshafen ins Stocken zu kriegen. Und immerhin hatte der Tabellenneunte rein theoretisch die Chance, den Volley Bisons aus Bühl den achten Play-off-Rang streitig zu machen. Doch weder die Badener, die zeitgleich beim Aufsteiger in Giesen mit 3:1 siegten, noch der VfB gaben sich die Blöße.

Zu druckvoll agierten die Häfler Volleyballer im Aufschlag und Angriff. Beim 3:3-Ausgleich schritt Boladz zum Aufschlag und gab diesen erst nach der 11:3-Führung wieder ab. Dasselbe Spiel im zweiten Satz, den die Netzhoppers etwas ausgeglichener gestalten konnten – nicht zuletzt durch Casey Adam Schouten: Der kanadische Diagonalangreifer der Gäste überwand ein ums andere Mal den VfB-Block und war mit 18 Punkten Topscorer des Abends.

Das war jedoch zu wenig. Vor allem Schoutens Angreiferkollegen Dirk Westphal und Ex-Youngstar Jan Jalowietzki brachten über Außen zu wenig Zwingendes zustande. Als der eingewechselte Späth-Westerholt zum Aufschlag kam, stand es 19:15 für Friedrichshafen. Wenige Augenblicke später hatten die Häfler ihren ersten Matchball. Ein verunglückter Service von Luke Thomas, den Gästecoach Culic für Martin Krüger im Zuspiel brachte, bescherte dem VfB das Spiel und drei weitere Punkte.

„Unser Ziel war es, aus den letzten beiden Spielen sechs Punkte mitzunehmen“, sagte Vital Heynen nach dem Dreisatz-Heimerfolg. „Heute mit dem klaren Sieg gegen die Netzhoppers haben wir das sehr gut umgesetzt.“

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