VfB Friedrichshafen hofft auf eine volle Halle in Sindelfingen

 Der VfB Friedrichshafen um Michal Superlak (li. mit der Nummer 6) testet am Dienstag gegen den VfL Sindelfingen.
Der VfB Friedrichshafen um Michal Superlak (li. mit der Nummer 6) testet am Dienstag gegen den VfL Sindelfingen. (Foto: Benjamin Bobée/VfB Friedrichshafen)
Schwäbische.de

Es ist ein spezieller Test, den der VfB Friedrichshafen am Dienstag absolviert. Der Volleyball-Bundesligist gastiert um 19 Uhr beim Regionalligisten VfL Sindelfingen. Dahinter steckt eine Aktion: Sindelfingen hatte sich für das vom VfB ausgerufene „Spiel des Lebens“ beworben und am Ende den Zuschlag bekommen, um als Amateurclub gegen den amtierenden Pokalsieger anzutreten.

Besonders ist neben der Tatsache die Geschichte hinter der Begegnung. Es ist nämlich sozusagen das Rückspiel einer historischen Partie aus dem Jahr 1984. Damals standen sich die beiden Mannschaften im Aufstiegsspiel in der 2. Bundesliga Süd gegenüber. Sindelfingen wollte zurück ins Oberhaus und auch die Häfler planten den zweiten Aufstieg der Geschichte. Das Spiel dauerte dreieinhalb Stunden und am Ende gewannen die Häfler, die damals noch als VSG Bodensee (Vorgänger des VfB Friedrichshafen) antraten. „Das war ein wichtiger Teil der Clubgeschichte“, wird VfB-Trainer Mark Lebedew in der Vereinsmitteilung zitiert. „Von solchen Momenten erzählen sich die Fans noch lange.“

Damals waren die Bälle noch weiß, das Rally-Point-System noch nicht erfunden und sogar der Tiebreak noch nicht eingeführt. „Volleyball war damals noch ein anderer Sport“, bekräftigt Lebedew. „Heute ist es viel athletischer geworden und hat sich sehr verändert.“ Das ist auch nur logisch, so liegt das Spiel mittlerweile 38 Jahre zurück. Wie lange das her ist, beweist ein Blick auf den aktuellen VfB-Kader: Am 1. April 1984 war noch kein jetziger Häfler Spieler geboren. Co-Trainer Liam Sketcher feierte gerade seinen ersten Geburtstag, während Scout Radomir Vemic ein paar Wochen später das Licht der Welt erblickte. Cheftrainer Mark Lebedew war immerhin schon fast 17 Jahre alt und bastelte in Australien an seinem Abitur.

Ziga Stern erstmals im VfB-Aufgebot

Dass Sindelfingen tatsächlich die Revanche für 1984 gelingt, ist sehr unwahrscheinlich. Allerdings hat der VfL beispielsweise mit dem ehemaligen Youngstar Sven Metzger auch Bundesligaerfahrung in den eigenen Reihen. Aufseiten der Profis werden Dejan Vincic, Luciano Vicentin und Miguel Martinez noch fehlen. Ziga Stern, gerade erst zurück von der Weltmeisterschaft, wird dagegen zum ersten Mal im Aufgebot stehen. „Es wird eine tolle Möglichkeit sein, uns vor Start der Saison in der Region zu präsentieren“, sagt Lebedew.

Für den Zuschlag des Heimspiels am Dienstagabend hat der VfL schon einen nagelneuen Trikotsatz von Erima gewonnen. Der Häfler Ausrüstungspartner rief das „Spiel des Lebens“ gemeinsam mit dem VfB aus. Sindelfingen hat sich den Test gegen Friedrichshafen verdient, meint VfB-Geschäftsführer Thilo Späth-Westerholt. „Es war ein tolles Bewerbungsvideo und die Geschichte mit dem Aufstiegsspiel 1984 ist natürlich schön“, sagt Späth-Westerholt. „Wir freuen uns auf ein tolles Event in Sindelfingen und hoffen auf eine volle Halle.“

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