Doppeltreffer zwischen Pierric Hartmann vom FC St. Gallen (links) und Dario Knör (VfB).
Doppeltreffer zwischen Pierric Hartmann vom FC St. Gallen (links) und Dario Knör (VfB). (Foto: Wilhelm Neumeister)
Schwäbische Zeitung

Vor Kurzem ist die Fechtabteilung des VfB Friedrichshafen Ausrichter des 14. Internationalen Jugendliga- und Doppeldegenturniers der Internationalen Bodenseefechterschaft (IBF) gewesen. Beide Turniere lockten zahlreiche Fechter und Zweierteams in die Häfler Bodenseesporthalle. Knapp 90 Kinder- und Jugendliche sowie 23 Doppelteams aus mehreren Ländern waren am Start. Die erfolgreichsten Häfler Teilnehmer waren Dario Knör mit Rang zwei bei der höheren Altersklasse U17 sowie Gerhard und dessen Sohn Marco Birkenmaier als Sieger des Doppeldegenturniers.

Den Anfang machten die Fechter der Altersklasse U14/13. Hier startete Dario etwas zurückhaltend. Mit drei Siegen aus fünf Gefechten qualifizierte er sich als Sechster von 13 Fechtern für die Direktausscheidung. Einem deutlichen Sieg gegen Moritz Strassner (SSV Ulm) folgte im Viertelfinale eine klare Niederlage gegen Pierric Hartmann (FC St. Gallen). Für Dario war das Turnier somit deutlich früher als erwartet beendet. Er belegte den siebten Rang in seiner Altersklasse.

Danach standen die Wettkämpfe der Altersklasse U12/U9 auf dem Programm. Für den VfB startete Alexander Neumeister im internationalen Teilnehmerfeld. Nach makelloser Vorrunde war er für die Direktausscheidung auf Rang eins gesetzt und zog per Freilos direkt in die Runde der besten 16 Fechter ein. Mit einem 3:1-Sieg erreichte Alexander das Viertelfinale. Gegen den späteren Drittplatzierten Lorin Drochsler (FC St. Gallen) unterlag er knapp mit 10:9 Treffern und belegte den fünften Rang unter insgesamt 30 Teilnehmern.

Nachmittags wurden noch die Wettkämpfe der Altersklasse U17 ausgetragen. Vom VfB waren hier Lilly- Eleonore Kleinert, Dario Knör, Cornelius Kuhlmann, Joel Kozilek und Turnierneuling Emil Loewe am Start. Liliy-Eleonore konnte in ihrer Setzrunde alle Gefechte gewinnen. Auf Rang zwei gesetzt zog sie per Freilos ebenso direkt ins Viertelfinale ein und schlug dort Caroline Kiessling (TSV Laupheim) mit 15:10. Im Halbfinale traf die VfB-Nachwuchsfechterin auf die spätere Siegerin und Trainingspartnerin Ronja Rüdisser (FTS Dornbirn). Von Beginn an schenkten sich beide nichts. Keine konnte sich bis zum 14:14 mehr als einen Treffer von der Gegnerin absetzen. Den entscheidenden Treffer zum Sieg und Einzug ins Finale setzte Rüdisser kurz vor Ablauf der Kampfzeit. Kleinert belegt den hervorragenden dritten Rang.

Bei den Herren waren insgesamt neun Fechter am Start. Als Setzrunde wurde eine große gemeinsame Runde gefochten. In der 16er-Direktausscheidung traf Emil Loewe auf seinen Vereinskameraden Joel Kozilek. Mit 15:12 Treffern siegte Kozilek und stand im Viertelfinale. Loewe belegt in seinem ersten Turnier Rang neun. Alle weiteren Häfler Fechter hatten ein Freilos und waren direkt fürs Viertelfinale gesetzt. Hier musste Kozilek gegen Dominik Renz vom TSV Laupheim seine Tasche packen. Er beendete das Turnier auf Rang acht. Cornelius Kuhlmann musste ausgerechnet gegen seinen Vereinskollegen Dario Knör an den Start gehen. Auch hier war klar zu erkennen, dass sich beide seit vielen Jahren kennen. Kuhlmann musste seinem Trainingspartner ebenso knapp mit 15:14 Treffern den Vortritt lassen. Er wurde Fünfter der Gesamtwertung.

Knör konnte sein Halbfinale gegen Stefan Rohner (FTS Dornbirn) deutlich mit 15:10 Treffern gewinnen, ehe er im anschließenden Finale um dem Gesamtsieg dem erfahrenen Laupheimer Fechter Dominik Renz mit 15:6 klar unterlag. Er belegte Rang zwei der nächsthöheren Altersklasse.

Für Sonntag hatten 23 Doppelteams gemeldet, darunter fünf VfB-Teams. Nach Vor- und Zwischenrunde wurde in der anschließenden Direktausscheidung jeder Platz ausgefochten. So hatte jedes Team elf Gefechte, bis am Ende die finalen Platzierungen ausgefochten wurden.

Auf Platz 23 kam das Team Etienne Leben/Britta Amann, Rang 21 ging an VfB- Kassierer Daniel Renner mit Alena Stier (FAR Ravensburg). Das U17- Team Cornelius Kuhlmann/Lilly- Eleonone Kleinert scheiterte knapp am Viertelfinaleinzug und belegte Rang 12. Ebenso am Viertelfinale vorbei schrammte VfB-Abteilungsleiter Thomas Heilmann mit Tochter Noemi. Sie wurden Neunte. Eine Runde weiter ging es für Fabian Kaszub/Severin Arbes, die Siebte wurden.

Den besten Lauf hatten Gerhard und sein Sohn Marco Birkenmaier. Sieg um Sieg eilten sie in Richtung Finalkampf und trafen auf die bis dahin ebenfalls ungeschlagenen Geschwister Marion und Wolfgang Menzel (SG München). In einem spannenden und technisch hochklassigen Gefecht sicherten sich die Birkenmaiers mit 10:7 Treffern den Turniersieg an diesem Tag. Sie konnten das Turnier zum zweiten Mal für sich entscheiden.

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